Heidentum und Beruf

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Paul_N
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Heidentum und Beruf

Beitrag von Paul_N » 08.08.2019, 16:50

Grüße!

Ich habe mitbekommen, dass in vielerlei heidnischer Gruppierungen gewisse Berufsgruppen "verpönt" sind - z. B. Landesregierung, Polizei, Heer usw...
Meine Frage an euch:

Warum ist das so bzw habt ihr auch solche Erfahrungen gemacht, bzw seid ihr selbst in einem dieser Berufsgruppen tätig?

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Santor
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Re: Heidentum und Beruf

Beitrag von Santor » 08.08.2019, 23:30

ich würde sagen das stellt eine art der diskriminierung dar würde ich jetzt mal von uns weisen so weit ich es mitbekommen habe.

Cugernia
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Re: Heidentum und Beruf

Beitrag von Cugernia » 11.08.2019, 20:19

In Deutschland ist das im medizinisch-sozialen-pädagogischen Sektor nicht immer einfach. Hier ist nämlich häufig eine der Kirchen der Arbeitgeber, und dann wird eine Zugehörigkeit zu einer der christlichen Kirchen vorausgesetzt. Passiv genügt meistens. Allerdings halten sich die meisten in dem Bereich dann eher bedeckt, wenn es um das Thema Religion geht.

volker
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Re: Heidentum und Beruf

Beitrag von volker » 20.08.2019, 16:12

Im Eldaring e.V. habe ich noch nie von verpönten Berufsgruppen gehört, ich glaube auch nicht, dass sowas hier geduldet werden würde.

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Verdandi42
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Re: Heidentum und Beruf

Beitrag von Verdandi42 » 26.08.2019, 11:28

Hallo,

es kommt ja vor, dass Heiden bestimmter Berufsgruppen ihre religiöse Überzeugung nicht nach außen tragen, um selbst Diskriminierung zu vermeiden, z.B. bei einem kirchlichen Arbeitgeber.
Umgekehrt habe ich noch nicht erlebt, dass im Umfeld des Eldarings jemand wegen seines Berufes diskriminiert worden wäre. Das würde unserem Selbstverständnis, jedenfalls dem Sinn nach, mE auch widersprechen.

Gruß
Petra

Tjoralf Andreason
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Re: Heidentum und Beruf

Beitrag von Tjoralf Andreason » 13.11.2019, 19:32

Hallo,

ich kann da mal direkt aus meiner Erfahrung erzählen.

Ich bin Erzieher und habe gut 3 Jahre für die Ev. Kirche in verschiedenen Kitas gearbeitet.
Ich hab in meiner Kindheit den evangelischen Weg gewählt bekommen, da meine Mutter mal aktiv in der Gemeinde war, meine Eltern kirchlich getraut sind und ich auch getauft war. So bot man mir das mit Schuleintritt an und ich das dann bis zur Konfirmation mitgemacht. Danach war ich nicht mehr dabei, zog irgendwann aus meinem Dorf in die nächst größere Stadt und kam dann während meines Abis mit dem Begriff "Asatru"in Kontakt.

Als sich, einige Jahre später und ich mich selbst als Neuheide verstand, bei meiner Frau Nachwuschs einstellte und ich mitten in meiner Ausbildung zum Erzieher eine stabil bezahlte Arbeit suchte hatte ich 2 Möglichkeiten: ein Heim mit 24h Schichten und Übernachtungen oder eine Kita, beide Varianten in kirchlicher Trägerschaft.

Während meiner Kita-Zeit litt ich sogar sehr darunter. Ich sollte den Kindern ja einen Glauben nah bringen, der aus Überzeugung nicht der meine war. Mit Andachten, Gottesdienstmitarbeit und hast de nicht gesehen.
Als Mitarbeiter in ev. Einrichtungen ist man dem Loyalitätszwang unterworfen, welcher Arbeitsrechtlich im Vertrag beinhaltet ist. (Ich hatte allerdings zum Glück keinen Verheißungspflicht, laut dem man bei nicht Gemeindemitgliedern von der "frohen Botschaft" zu erzählen hat.) So hatte ich mich, solange ich auf der Arbeit war, mich ohne Widerworte und -taten an die Marschrichtung der Kirche zu halten hatte. Da man als Erzieher allerdings immer im Fokus der Beobachtung steht, galt dies auch außerhalb des Gebäudes.

Nun bin ich dann einiger glücklicher Umstände diesem unbequemen Umstand glücklicher entkommen und genieße seitdem sowohl die bessere Nähe zu meiner Arbeit (fußläufig erreichbar) wie auch dem konfessionsfreien Inhalten der Konzeption.
Liebe Grüße aus der märkischen Heide :mrgreen:

Rudi
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Re: Heidentum und Beruf

Beitrag von Rudi » 14.11.2019, 12:22

Und nochn posting:
die Schilderung Deines beruflichen Werdeganges können viele hier nachvollziehen. Was Du erlebt hast,ist im
Vergleich mit den Erlebnissen anderer Asatruar ja noch "human". Wenn man bedenkt, daß die christlichen Kirchen
täglich gegen das Betriebsverfassungsgesetz verstoßen und sie von jedweder Regierung dabei noch mit
Glacèhandschuhen angefaßt werden, "freue" ich mich schon über jeden Bericht, der für den Betroffenen glimpflich
ausgeht.
Just my Tuppence,
Rudi
Freya und Sahsnot, helft uns den alten Glauben zu bewahren

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