Friedensraum an den Externsteinen

Diskussionen rund um das Thema Götter und Heidentum
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Markus Nicklas
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Landesverband Lippe

Beitrag von Markus Nicklas » 24.08.2015, 09:33

nachdem ich jetzt die Beschreibung der Externsteine auf der Seite des Verbandes gelesen habe, fühle ich mich, gelinde gesagt, gegruselt

also schreibe ich jetzt an die Verbandsleitung mit Bezug auf den Brief der Schutzgemeinschaft

hier sind die Ansprechpartner des Gremiums

http://www.landesverband-lippe.de/index.php?id=4

bis jetzt denke ich, dass ich die Vorsitzende, den Stellvertreter und die Pressesprecherin adressiere. Schreiben siehe Anhang. Danke!
Zuletzt geändert von Markus Nicklas am 24.08.2015, 13:58, insgesamt 1-mal geändert.
Markus (Adolfo Amadeus) Nicklas

"Ironie ist systembestätigend."
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Markus Nicklas
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Frau Peithmanns Antwort

Beitrag von Markus Nicklas » 28.08.2015, 12:33

"Sehr geehrter Herr Nicklas,



für Ihre E-Mail bedanke ich mich. Ich freue mich
sehr über Ihr Engagement und Ihre Verbundenheit mit dem Natur- und
Kulturdenkmal Externsteine. Bitte gehen Sie davon aus, dass wir Ihre
Bedenken sehr ernst nehmen. Wir befinden uns jedoch
zurzeit noch mitten in einem Diskussionsprozess zum Beispiel mit der
Schutzgemeinschaft Externsteine, der Stadt Horn-Bad Meinberg und dem
Lippischen Heimatbund."

(von mir fett gesetzt)
weitere Infos zu nächsten Treffen
https://sessionnet.krz.de/lv_lippe/bi/infobi.asp
Infos zur nächsten Sitzung am 9.9.15 und Tagesordnungspunkten kann Frau G. Edler unter 05261 2502-11 geben.


:)
Markus (Adolfo Amadeus) Nicklas

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Verdandi42
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Beitrag von Verdandi42 » 30.08.2015, 09:31

Hallo,

da für das sogenannte "Kunstprojekt" an den Externsteinen der letzte Weltkrieg und der Holocaust als Rechtfertigung herhalten sollen, frage ich mich, ob den Beteiligten schon in den Sinn gekommen ist, dass zu der Stadt Horn-Bad Meinberg (zu der die Externsteine gehören) auf dem evang. Friedhof ein Soldatengräberfeld gehört. Wenn man so ein Projekt tatsächlich umsetzen will, ware es von der Sache her viel sinnvoller, das dort anzubinden.

Das Thema stattdessen mit den Externsteinen zu verbinden, ist frei von Sinn und Verstand und würde nur einer Entzauberung des Ortes Vorschub leisten. Aber vielleicht ist ja gerade das gewünscht.

Sägebrecht und Hönig sind Bayern. Was wollen die von unseren Externsteinen? Kein Wunder, dass man für solchen Schwachsinn keine Promis aus der Region gewinnen konnte. Was würden diese Leute sagen, wenn man ihnen einen Runenstein auf die Alm pflanzen würde?

Gruß,
Petra
“Heathen, n. A benighted creature who has the folly to worship something he can see and feel.”
― Ambrose Bierce, The Unabridged Devil's Dictionary

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krischan
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Beitrag von krischan » 30.08.2015, 22:37

[quote='Verdandi42','index.php?page=Thread&postID=137150#post137150']Was würden diese Leute sagen, wenn man ihnen einen Runenstein auf die Alm pflanzen würde?[/quote]Gute Idee. Da ich Künstler bin, werde ich mal eine Kunstaktion planen . Interessant fände ich einen Runenstein neben dem Gipfelkreuz der Zugspitze - was auf die interreligiöse Toleranz hinweisen soll. 8o

Übrigens spricht man jetzt von "rundem Tisch" und Kompromissen. Offenbar hat der eine den anderen mal wieder ungefragt überrollt.

http://www.lz.de/lippe/kreis_lippe/2055 ... einen.html

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Stellungnahme der SG auf facebook

Beitrag von Markus Nicklas » 31.08.2015, 08:23

"Die öffentliche Kritik am geplanten Friedenskreuz hat zu einem ersten
Erfolg geführt: Am vergangenen Donnerstag hat das Kuratorium der
Denkmal-Stiftung des Landesverbandes Lippe eine Entscheidung über das
Vorhaben zunächst vertagt. Es soll nun ein Gespräch am Runden Tisch mit
dem Künstler, Vertretern des Landesverbandes Lippe, des Kreises Lippe,
des Lippischen Heimatbundes und der Schutzgemeinschaft Externsteine
geben. Uns wurde signalisiert, dass über den genauen Standort, Größe und
Gestaltung gesprochen werden könne.
Mit dem Lippischen Heimatbund sind wir uns einig, dass das Sichtumfeld
der Felsen bis zum Waldrand für Bauprojekte tabu bleiben muss und sich
ein Wanderkreuz auch an einem anderen Standort im Naturschutzgebiet
(außer Sichtweite der Felsen) in seiner Gestaltung und Größe sensibel in
das Landschaftsbild einfügen müsste. Events wie das geplante Schmieden
und der Verkauf von Nägeln sind aus unserer Sicht ebenfalls nicht
vereinbar mit der seit mehr als 50 Jahre gültigen Konzeption des
Naturschutzgebietes Externsteine."
:)
Markus (Adolfo Amadeus) Nicklas

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Thorgard von Thüringen
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Beitrag von Thorgard von Thüringen » 31.08.2015, 19:38

Ein schmetterlingsflügelschlag kann am anderen Ende der Welt zu einem Tsunami werden..... also wie immer kräftig flattern und man wird wahr und ernst genommen.....

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Antwort von Herrn Weigel, Lippe Tourismus & Marketing

Beitrag von Markus Nicklas » 01.09.2015, 13:02

Vorweg: Nichts Genaues über den Kommunikationsverlauf weiß ich nicht. Ich teile das hier deswegen mit, weil ich die Antwort an und für sich schätze. Und ich möchte damit die Möglichkeit anheim stellen, dass auch andere sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten einmischen. Das bringt etwas, ja! Also hier, bitte. Mein Schreiben ist ja im thread vorher zu lesen. :)

[font='&quot']Sehr geehrter Herr Nicklas,[/font]

[font='&quot']gern will ich mich um die notwendige Sorgfalt bemühen.[/font]

[font='&quot']Dievon unterschiedlichen Seiten veröffentlichen Informationen und
Behauptungen sind in weiten Teilen Spekulation und unrichtig. Die Lippe
Tourismus & Marketing AG wird hierebenfalls fälschlicherweise einbezogen. [/font]


[font='&quot']Nach der Erstinformation an die gewählten Volksvertreter gilt es nun den
weiteren Informationsprozess zu gestalten und die Diskussion mit den
Interessenvertretern zu führen. Ich werde auch das Vorabgespräch von Frau Peithmann mit Herrn Jähne von
der Schutzgemeinschaft aus dem Juli fortsetzen.[/font]


[font='&quot']Darum will ich mich als Wirtschaftsförderer des Kreises Lippe und Projektleiter einsetzen.
[/font]

Freundliche Grüße

Günter Weigel
Kreis Lippe
Der Landrat
800 Bürger- und Unternehmerservice, Wirtschaftsförderung
fon 05231 62-595
fax 05231 630119940
[url='mailto:g.weigel@kreis-lippe.de']g.weigel@kreis-lippe.de[/url]
www.kreis-lippe.de


:) Danke fürs Lesen! :) mn
Markus (Adolfo Amadeus) Nicklas

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Beitrag von Verdandi42 » 03.09.2015, 14:17

Hallo,

diese Antwort ist frei von Informationsgehalt, oder habe ich da was überlesen??

Grüße,
Petra
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Beitrag von Sachsenwolf » 03.09.2015, 16:02

Moin,
auch ich bin etwas verwirrt.

Ar ok Fri?r, Tyrsax
Herdwart für Minden, Nienburg, Stadthagen, Rinteln und Herford.
Komissarisch für das Weserbergland.

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die Antwort möchte p.c. wirken, ja

Beitrag von Markus Nicklas » 03.09.2015, 20:55

:) nun, der Herr Weigel ist lediglich ausführendes Organ. Die Entscheidung wird auf der politischen Ebene gefällt, doch kann es nicht schade auch ihn weiterhin mit Aufmerksamkeit zu bedenken, denn wenn er merkt, dass Leute kein Interesse an diesem Projekt haben, es sogar massiv Gegenwind erzeugt, dann sollte er als Kaufmann "raus aus der Deckung kommen". Man wird sehen. Ich meine, dass die SG ihren Auftrag sehr ernst nimmt. Gut so! :)
Markus (Adolfo Amadeus) Nicklas

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post auf fb von der Schutzgemeinschaft

Beitrag von Markus Nicklas » 18.09.2015, 15:11

Markus (Adolfo Amadeus) Nicklas

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betrübliche Nachrichten

Beitrag von Markus Nicklas » 28.10.2015, 12:31

Auch der Lippische Heimatbund, der mit seinen 12500 Mitgliedern zu den
größten Vereinen hier gehört, richtet sich gegen das Wanderkreuz. Hier
die Stellungnahme - vor allem den letzten Sätzen kann sich eigentlich
jeder nur anschließen:
Stellungnahme des Lippischen Heimatbundes und des Heimatvereins Horn zu dem geplanten
„Wanderwegekreuz“ bzw. „Friedensraum“ bei den Externsteinen
Auch nach der Information und den Beratungen wa?hrend des zweiten Treffens des Runden Tisches, an
dem Frau Oelers-Albertin fu?r den Lippischen Heimatbund teilgenommen
hat, sind unsere Bedenken nicht ausgera?umt. Wir sehen uns nicht in der
Lage, dem nur modifizierten urspru?nglichen Entwurf von Herrn Bullermann
und den von ihm geplanten Aktionen zuzustimmen.
Wir bedauern sehr, dass die geplante „Skulptur“ mit der urspru?nglichen Idee eines
„Europa?ischen Wanderwegekreuzes“ nichts mehr zu tun hat. Es fehlt
na?mlich ein jeglicher Bezug auf das Wandern. Dies haben die Initiatoren
wohl auch erkannt und sprechen jetzt von der Schaffung eines
„Friedensraumes“. Dagegen kann niemand etwas einwenden, sofern die
Gestaltung und die im Umfeld der Skulptur geplanten Veranstaltungen den
Namen auch nachvollziehbar verdienen. Und dies ist nach unserer
U?berzeugung nicht der Fall. Auch wenn auf die Installation der drei
Schmiedeo?fen verzichtet werden soll, sollen einmal im Jahr (8. Mai )
im Rahmen eines „großen Events“ Na?gel geschmiedet, fu?r einen guten
Zweck verkauft und in die ho?henma?ßig reduzierte Eichenstele
eingeschlagen werden. Uns fehlt einfach die Fantasie, dies alles mit
Frieden bzw. Friedensaktionen in Einklang zu bringen. Im Gegenteil: Wir
fu?hlen uns bei den geplanten Aktionen immer noch an die
Kriegsnagelungen wa?hrend des 1. Weltkrieges und an die Kunstschmiede
bei den Externsteinen erinnert, die fu?r den Umbau der Wewelsburg zu
einer SS-Ordensburg voru?bergehend dort eingerichtet wurde
Auch wenn nicht mehr in Sichtweite des Kreuzabnahmereliefs, so ist es immer noch
durchaus pikant, im nahen Umfeld derartige Nagelungsaktionen
durchzufu?hren.
Wir sind dankbar, dass der Standort aus dem Naturschutzgebiet in Sichtweite der Externsteine in die Na?he der
Gastronomie verlegt werden soll. Dennoch bleiben, wie dargelegt, unsere
Bedenken bestehen, an diesem geschichtstra?chtigen und sensiblen Ort mit
der geplanten Skulptur eine derartige Veranstaltung durchzufu?hren.

Die Externsteine mit dem Kreuzabnahmerelief und der Kapelle sind
bereits ein anerkanntes Naturdenkmal von großer historischer Bedeutung.
Die Externsteine, in einem wunderbaren Naturschutzgebiet gelegen, sind
bereits ein Friedensraum.
Und dabei sollte man es auch belassen!

Friedrich Brakemeier Vorsitzender des Lippischen Heimatbundes
Anne Oelers-Albertin Vorsitzende des Heimatvereins Horn

Quelle:
https://www.facebook.com/schutzgemeinsc ... e/?fref=nf
Markus (Adolfo Amadeus) Nicklas

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ja, solche Projekte erzeugen in mir Verständnis

Beitrag von Markus Nicklas » 30.10.2015, 06:08

für das Versagen politischer Ämter und den Unmut in weiten Teilen der Bevölkerung. Auch wenn der bisweilen ausgesprochen unappetitlich daher kommt. :cursing:

http://www.lz.de/lippe/kreis_lippe/2060 ... einen.html

... welche Formen zivilen Ungehorsams bieten sich da an?
Markus (Adolfo Amadeus) Nicklas

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Hagen
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Beitrag von Hagen » 30.10.2015, 08:00

Auch auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen, aber ich kann den Externsteinen nicht so viel abgewinnen.
Ich habe eigentlich eher zufällig ein Jahr (2009/2010) in Horn-Bad Meinberg gelebt und war natürlich oft dort, da man da auch immer nette Menschen treffen konnte.
ABER und da bitte ich um Entschuldigung, der Anteil von Spinner ist (war?) extrem hoch, nicht die liebenswerten Esoteriker, sondern echten Spinnern, bis hin zu welchen (mehrere) die irgendwann von der Polizei eingesammelt wurden und in die Klappse gekommen sind, da sie sich und Andere gefährdet haben. Bei den "Feiern" waren Drogen und Alk oft wichtiger als irgendein spiritueller Inhalt/Hintergrund.

Natürlich gab es auch nette Abende am Lagerfeuer, mit Met und guten Gesprächen, aber die kann ich überall haben.

Und den Beweis das dort wirklich heidnische Aktivitäten gab in der Zeit der Altvorderen, den gibt es bisher noch nicht. Selbst die Nazis haben da nix finden können und die waren echt heiß darauf.
Klar kann man sagen, dass so Steinformation kaum übersehen worden sein kann und das daher dort bestimmt jemand war, hin ging, oder was veranstaltete, aber bewiesen ist davon so weit ich weiß noch nichts.
Hingegen ist bewiesen das dort christliche Eremiten, oder Mönche gelebt haben. :whistling:

Aber natürlich darf jeder der möchte die Steine lieben und sich da gerne aufhalten, ich werde da bestimmt auch wieder hinfahren, aber den Heiden-Hype verstehe ich nicht. Peace! :)
wyrd bið ful aræd

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Beitrag von Verdandi42 » 30.10.2015, 21:06

... wenigstens sollen das sogenannte Wanderkreuz und der sogenannte Friedensraum nun nicht mehr in unmittelbarer Sichtweite der Externsteine errichtet werden und insgesamt etwas abgespeckt werden.

Bin schon für Weniges dankbar
Petra
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