Mjölnir, ein politisches Statement ?

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Gaahl
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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Gaahl » 07.11.2018, 09:25

Stein des anstoßes war der Punkt, dass ich mich dazu entschlossen habe, mich politisch zu engagieren.
Ich hatte hierfür bereits Kontakte zum Kreisverband aufgenommen (die Linke) und wurde dort auch freundlich aufgenommen.
Nun mache ich mir aber ernsthafte Gedanken, nicht das es irgendwann heißt "Linker Politiker mit rechtsradikalen Symbolen auf dem Arm" oder sowas in der Richtung.

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Heidan Frihals
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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Heidan Frihals » 07.11.2018, 09:43

Solange du das vernünftig erklärst, sollte das doch wohl kein Thema sein. Der Mjölnir ist ja in erster Linie unpolitisch und eher ein "religiöses" Statement. Du wirst es vielleicht erklären müssen.
Und davon ab: Als Rechter bei den Linken macht ja nun auch nicht so 100% Sinn. :wink:

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Aethelstan1984
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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Aethelstan1984 » 07.11.2018, 10:00

Gaahl hat geschrieben:
07.11.2018, 09:25
Stein des anstoßes war der Punkt, dass ich mich dazu entschlossen habe, mich politisch zu engagieren.
Ich hatte hierfür bereits Kontakte zum Kreisverband aufgenommen (die Linke) und wurde dort auch freundlich aufgenommen.
Nun mache ich mir aber ernsthafte Gedanken, nicht das es irgendwann heißt "Linker Politiker mit rechtsradikalen Symbolen auf dem Arm" oder sowas in der Richtung.
Aber gerade das sollte Leuten doch zu Denken geben: ein linker Politiker, der Mjölnir trägt, ist doch vielleicht das beste Argument gegen die rechte Vereinnahmung dieses Symbols.
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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Sven Tolksdorf » 17.11.2018, 07:30

... und wenn jetzt die linken Politiker den Mjölnir für sich vereinnahmen, dann haben wir nur Pest gegen Cholera getauscht.
Ich bin generell dagegen, Religion und Politik zu mischen. 99% aller Kriege sind durch diesen Mist entstanden.

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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Aethelstan1984 » 17.11.2018, 23:48

Es geht ja nicht darum die Symbole politisch zu vereinnahmen, sondern zu zeigen, dass Mjölnir eben nicht politisch ist und schon gar nicht exklusiv den Rechten gehört.
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Boduos

Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Boduos » 18.11.2018, 00:01

Wie funktioniert denn unpolitisches Leben? Folgt nicht jeder mit seinem oder ihrem Leben einer bestimmten Politik? Selbst wenn es die der absoluten Gleichgültigkeit ist. Und vielleicht ist es auch gar nicht gut wenn man sich als unpolitisch darstellt, weil das vielleicht, aber nur vielleicht zur Vereinnahmung einlädt.

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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Aethelstan1984 » 18.11.2018, 13:59

Zumal in einer Demokratie von den Bürgern gefordert ist, dass sie politisch sind. Wer nicht politisch ist, der kann sich an den grundlegenden Fragen unserer Gesellschaft nicht beteiligen und verzichtet selbst auf sein Mitspracherecht. Das halte ich für gefährlich.
Allerdings denke ich nicht, dass jeder Teil unseres gesellschaftlichen Lebens politisch sein muss: Religion etwa kommt zwar nicht ohne Politik aus, immerhin findet sie ja in einem bestimmten gesellschaftlichen Rahmen statt, geht aber eben auch nicht in der Politik auf.
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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Markus Nicklas » 19.11.2018, 08:00

Aethelstan1984 hat geschrieben:
18.11.2018, 13:59
Zumal in einer Demokratie von den Bürgern gefordert ist, dass sie politisch sind. Wer nicht politisch ist, der kann sich an den grundlegenden Fragen unserer Gesellschaft nicht beteiligen und verzichtet selbst auf sein Mitspracherecht. Das halte ich für gefährlich.
Allerdings denke ich nicht, dass jeder Teil unseres gesellschaftlichen Lebens politisch sein muss: Religion etwa kommt zwar nicht ohne Politik aus, immerhin findet sie ja in einem bestimmten gesellschaftlichen Rahmen statt, geht aber eben auch nicht in der Politik auf.
Ich halte Beteiligung für das Mittel der Gestaltung. Wer das unterläßt, der wird gestaltet.

Die Trennung von Politik und Religion ist vorbei in dem Moment, wo sie zusammen genannt werden. Gerade deswegen und wegen der Vereinnahmung durch Menschen mit schlimmen Absichten, gehört die Religion in den öffentlichen Raum und hat sich der Betrachtung zu stellen.

Bei einer Veranstaltung in Witzenhausen hat die Journalistin Andrea Röpke, den Eldaring mit einer Veranstaltung auf der Burg Ludwigsstein genannt. Hier die Beschreibung der Veranstaltung:

"Kinderbetreuung, Biolandwirtschaft, Handwerkskooperationen, Brauchtumsfeste und nationale Dörfer. Sie geben sich familiennah und freundlich um Vertrauen aufzubauen. Vor allem in bevölkerungsarmen Landstrichen, wie in Mecklenburg oder der Lüneburger Heide, entstehen völkische Siedlungen. Politisches Ziel ist die Schaffung einer homogenen Volksgemeinschaft. Die Ideologie teilen die Völkischen mit dem einflussreichen „Flügel“ der Alternative für Deutschland (AfD) und der Identitären Bewegung (IB). Für ihre Aktionen rekrutiert die IB bevorzugt den Nachwuchs rechter Sippen, denn der wurde in bündischen oder völkischen Organisationen gedrillt und verfügt über ein festes politisches Weltbild.

Referentin Andrea Röpke ist die führende deutsche Journalistin zum Thema Rechtsextremismus. Im Zuge ihrer Recherchen in der rechtsextremen Szene wurde sie mehrfach tätlich angegriffen. Sie arbeitet u.a. für „Panorama“, „Fakt“ und „Spiegel TV“, ihre Texte veröffentlicht sie im „Spiegel“, der „Süddeutschen Zeitung“, im „Focus“ und im „Stern“. Andrea Röpke wurde für ihre journalistische Arbeit vielfältig ausgezeichnet."

http://gegen-rechtsdruck-veranstaltungs ... netzwerke/

Ich bin nach der Veranstaltung zu ihr gegangen und habe mich als ER-Mitglied geoutet. Und aus diesem Grund ist es essentiell, dass der ER weiterhin klar nach außen Stellung bezieht, wie es z.B. Anfang des Jahres 2017 anläßlich der Irminsul auf den x-ternsteinen geschah.

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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Aethelstan1984 » 19.11.2018, 14:40

Augenblick, verstehe ich richtig, dass sie den Eldaring auf dieser Veranstaltung irgendwie mit diesen völkischen Nationalisten in einen Zusammenhang gebracht hat? Falls ja, fände ich das skandalös.
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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Heidan Frihals » 19.11.2018, 15:22

Vielleicht hat sie da auch was durcheinander gewürfelt, was für den ER natürlich fatal wäre! Es gab durchaus mal rechte Umtriebe auf der Burg Ludwigstein.

https://blog.zeit.de/stoerungsmelder/20 ... tein_14239

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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Markus Nicklas » 19.11.2018, 15:38

Aethelstan1984 hat geschrieben:
19.11.2018, 14:40
Augenblick, verstehe ich richtig, dass sie den Eldaring auf dieser Veranstaltung irgendwie mit diesen völkischen Nationalisten in einen Zusammenhang gebracht hat? Falls ja, fände ich das skandalös.
Frau Röpke und ich sind in Kontakt. Sie hat sich mir gegenüber nicht konkreter geäußert. Nächste Woche habe ich 2 Leute vom mobilen Beratungsteam zu Gast und werde die mal fragen, ob und wie sie den ER "im Auge haben".

Bitte locker bleiben. Ich nutze die Gelegenheit zum Gespräch. Danke sehr! :)

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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Aethelstan1984 » 19.11.2018, 15:49

Letztlich würde da ein Verweis auf das Selbstverständnis des ER schon reichen um entsprechende Missverständnisse auszuräumen. Dass es zu solchen "Verwechslungen" kommt ist die eine Sache, aber mit etwas Recherche (bzw. einmal kurz googeln) könnte man da schon wesentlich genauer differenzieren. Aber wenn sie sich doch nicht entsprechend geäußert hat, ist ja alles gut.
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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Markus Nicklas » 19.11.2018, 19:08

Aethelstan1984 hat geschrieben:
19.11.2018, 15:49
Letztlich würde da ein Verweis auf das Selbstverständnis des ER schon reichen um entsprechende Missverständnisse auszuräumen. Dass es zu solchen "Verwechslungen" kommt ist die eine Sache, aber mit etwas Recherche (bzw. einmal kurz googeln) könnte man da schon wesentlich genauer differenzieren. Aber wenn sie sich doch nicht entsprechend geäußert hat, ist ja alles gut.
naja, sie hat sich schon vor 150 Leuten mutmaßend geäußert, doch das könnte eher eine gute Gelegenheit für eine Gegendarstellung sein. Ich guck mal gleich, ob es einen Zeitungsbericht gegeben hat. Wenn ja, dann schreib ich einen Leserbrief mit verweis a.d. ER-Selbstverständniserklärung.

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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Markus Nicklas » 19.11.2018, 19:22

es hat keinen Zeitungsbericht gegeben. Frau Röpke ist von mir auf das Selbstverständnis und die Irminsul-Stellunnahme hingewiesen worden.

Allerdings kann ich das beim nächsten Mal noch optimieren. :)

Boduos

Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Boduos » 20.11.2018, 06:52

Aethelstan1984 hat geschrieben:
19.11.2018, 15:49
Letztlich würde da ein Verweis auf das Selbstverständnis des ER schon reichen um entsprechende Missverständnisse auszuräumen.
Nur weil man einen Wert postuliert heisst das noch nicht das man ihn verinnerlicht hat und vertitt. Heutzutage sind Lippenbekenntnisse häufiger als authentische Bekenntnisse. Und dann ist noch die Frage was man als rechts ind rassistisch definiert. Ich hatte mal eine Diskussion in der es darum ging das die blosse Annahme einer vorchristlichen Religion allein schon ein Symptom von Rechtsradiklismus war. Ist per se quatsch aber wen interessiert das?

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