Mjölnir, ein politisches Statement ?

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Markus Nicklas
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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Markus Nicklas » 20.11.2018, 07:31

Boduos hat geschrieben:
20.11.2018, 06:52
Aethelstan1984 hat geschrieben:
19.11.2018, 15:49
Letztlich würde da ein Verweis auf das Selbstverständnis des ER schon reichen um entsprechende Missverständnisse auszuräumen.
Nur weil man einen Wert postuliert heisst das noch nicht das man ihn verinnerlicht hat und vertitt. Heutzutage sind Lippenbekenntnisse häufiger als authentische Bekenntnisse. Und dann ist noch die Frage was man als rechts ind rassistisch definiert. Ich hatte mal eine Diskussion in der es darum ging das die blosse Annahme einer vorchristlichen Religion allein schon ein Symptom von Rechtsradiklismus war. Ist per se quatsch aber wen interessiert das?
Vorweg: Wenn ich auf eine Person wie Frau Röpke treffe, dann rede ich mit ihr als Privatperson. Nur das. Ausnahmslos. Ich vertrete meine eigene Erfahrung und meine persönliche Absicht, denn ich trage kein Mandat. Weder bekannt noch unbekannt.


Mich interessiert das, denn daraus erwächst die Gefahr der Stigmatisierung. Wer von vorn herein wegen eines Zeichens - Hammer, Rune etc. - als böse, verloren oder potentieller Straftäter bezeichnet wird, dem, Achtung-Achtung, wird es leicht gemacht, sich in genau so einer Weise zu fühlen und sich möglicherweise, noch einmal, möglicherweise zu radikalisieren. Allerdings ist das bei vielen schon geschehen. Das finde ich schlimm, und ich sehe Verantwortung bei denen, die genau, allzu genau wissen, welche Zeichen welche Gesinnung ausmachen.

Dazu gehören leider auch Leute, die es wiederum jenen, die genau zu wissen meinen, was eine totalitäre Gesinnung ausmacht, leicht machen, indem sie sich in den Einflussbereich von ganz und gar verbrannten Zeichen begeben.

Das Geschehen der Verinnerlichung findet eben dort statt, im Innern und es wird durch Vertrauenspersonen geprüft. Ich bin mehr als gespannt, wie sich die Leute des mobilen Beratungsteams mir gegenüber verhalten, wenn ich mich als ER-Mitglied erkläre.

Ein wesentliches Problem sehe ich darin, dass jemand es schon nicht mehr wagt, sich selbst auf den Grund zu gehen, weil er stigmatisiert wird.

Deswegen habe ich meinen Benutzernamen zu meinem Klarnamen ändern lassen.

Boduos

Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Boduos » 20.11.2018, 09:37

Ich sehe mich zu dir nicht wirklich im Widerspruch. Das Problem ist das allzu oft durch Aufrufe wie "no platforming" der Verweigerung des Diskurses und durch Hetzjagden und Pranger die Brücken soweit abgerissen werden das der Weg für die Leute nur noch in einer Richtung möglich ist.
Ich erinner mich an diese Antifa Aktion in Hannover bei der man "Nazis" verfolgte, fotografierte, Daten über sie sammelte und diese dann Bekannten, dem Arbeitgeber und der Öffentlichkeit zugänglich machte. Die Leute sind dich für immer verbrannt.

Was "no platforming" angeht bekenne ich mich allerdings auch schuldig, auf meinem Forum hatte ich zu Anfang Besuch von einem Identitären und einem Idioten. Und ich habe schlichtweg keine Lust mich über die Migrationswaffe, Chemtrails oder Angela Merkels jüdische Vorfshren zu unterhalten.

Als Gesellschaft allerdings müssen wir mit den Leuten reden und sie nicht durchs Dorf treiben.

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Markus Nicklas
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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Markus Nicklas » 20.11.2018, 12:46

Boduos hat geschrieben:
20.11.2018, 09:37
Ich sehe mich zu dir nicht wirklich im Widerspruch.

Als Gesellschaft allerdings müssen wir mit den Leuten reden und sie nicht durchs Dorf treiben.
Ich sehe mich auch nicht im Widerspruch zu Dir an dieser Stelle :)

Ich bespreche mein Vorgehen mit dem mobilen Beratungsteam und fühle mich durch ein Gespräch mit einem Mitarbeiter der Anne-Frank-Stiftung gestärkt und geborgen.

- Bericht wird fortgesetzt :)

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Sven Tolksdorf
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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Sven Tolksdorf » 22.11.2018, 07:35

Ich hoffe, das "Vorgehen" wird auch mit dem Vorstand des Eldaring abgesprochen!

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Markus Nicklas
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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Markus Nicklas » 22.11.2018, 08:52

Sven Tolksdorf hat geschrieben:
22.11.2018, 07:35
Ich hoffe, das "Vorgehen" wird auch mit dem Vorstand des Eldaring abgesprochen!
Ich habe und will kein Mandat um "im Auftrag des ER zu sprechen", also sehe ich keinen Anlass zu einer Absprache. :)

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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Aethelstan1984 » 22.11.2018, 09:00

Mich würde immer noch interessieren, ob sie sich nun irgendwie über den Eldaring geäußert hat, oder ob du das nur vermutest.
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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Markus Nicklas » 22.11.2018, 11:29

Markus Nicklas hat geschrieben:
19.11.2018, 08:00

Bei einer Veranstaltung in Witzenhausen hat die Journalistin Andrea Röpke, den Eldaring mit einer Veranstaltung auf der Burg Ludwigsstein genannt.

Referentin Andrea Röpke ist die führende deutsche Journalistin zum Thema Rechtsextremismus. Im Zuge ihrer Recherchen in der rechtsextremen Szene wurde sie mehrfach tätlich angegriffen. Sie arbeitet u.a. für „Panorama“, „Fakt“ und „Spiegel TV“, ihre Texte veröffentlicht sie im „Spiegel“, der „Süddeutschen Zeitung“, im „Focus“ und im „Stern“. Andrea Röpke wurde für ihre journalistische Arbeit vielfältig ausgezeichnet."

Ich bin nach der Veranstaltung zu ihr gegangen und habe mich als ER-Mitglied geoutet. Und aus diesem Grund ist es essentiell, dass der ER weiterhin klar nach außen Stellung bezieht, wie es z.B. Anfang des Jahres 2017 anläßlich der Irminsul auf den x-ternsteinen geschah.
Gerne an dieser Stelle wiederholt: Ja, Frau Röpke hat den ER namentlich genannt. Der Kontext dieser Nennung kann den Eindruck erwecken, dass der ER zweifelhaft ist.

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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Aethelstan1984 » 22.11.2018, 14:52

Markus Nicklas hat geschrieben:
22.11.2018, 11:29
Markus Nicklas hat geschrieben:
19.11.2018, 08:00

Bei einer Veranstaltung in Witzenhausen hat die Journalistin Andrea Röpke, den Eldaring mit einer Veranstaltung auf der Burg Ludwigsstein genannt.

Referentin Andrea Röpke ist die führende deutsche Journalistin zum Thema Rechtsextremismus. Im Zuge ihrer Recherchen in der rechtsextremen Szene wurde sie mehrfach tätlich angegriffen. Sie arbeitet u.a. für „Panorama“, „Fakt“ und „Spiegel TV“, ihre Texte veröffentlicht sie im „Spiegel“, der „Süddeutschen Zeitung“, im „Focus“ und im „Stern“. Andrea Röpke wurde für ihre journalistische Arbeit vielfältig ausgezeichnet."

Ich bin nach der Veranstaltung zu ihr gegangen und habe mich als ER-Mitglied geoutet. Und aus diesem Grund ist es essentiell, dass der ER weiterhin klar nach außen Stellung bezieht, wie es z.B. Anfang des Jahres 2017 anläßlich der Irminsul auf den x-ternsteinen geschah.
Gerne an dieser Stelle wiederholt: Ja, Frau Röpke hat den ER namentlich genannt. Der Kontext dieser Nennung kann den Eindruck erwecken, dass der ER zweifelhaft ist.
Danke. Ohne zu wissen was sie konkret gesagt hat, ist es natürlich schwer das Ganze einzuschätzen. Aber grundsätzlich halte ich es auch für wichtig Fehlinformationen konsequent entgegenzuwirken.
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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Markus Nicklas » 22.11.2018, 16:39

[/quote]

Danke. Ohne zu wissen was sie konkret gesagt hat, ist es natürlich schwer das Ganze einzuschätzen. Aber grundsätzlich halte ich es auch für wichtig Fehlinformationen konsequent entgegenzuwirken.
[/quote]

Ja, das tue ich für mich. Allerdings :) durch Mitwirkung. Sie selbst hast das schon in einer mail-Konversation relativiert. Ich berichte über die folgenden Erfahrungen.

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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Aethelstan1984 » 22.11.2018, 20:39

Das wäre sehr nett, denn das interessiert mich sehr!
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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Sven Tolksdorf » 23.11.2018, 08:50

Markus Nicklas hat geschrieben:
22.11.2018, 08:52
Sven Tolksdorf hat geschrieben:
22.11.2018, 07:35
Ich hoffe, das "Vorgehen" wird auch mit dem Vorstand des Eldaring abgesprochen!
Ich habe und will kein Mandat um "im Auftrag des ER zu sprechen", also sehe ich keinen Anlass zu einer Absprache. :)
Naja, du hast dich gegenüber der Frau Röpke als Eldaring-Mitglied geoutet und bist da aktiv. Folglich fällt das auf den Eldaring zurück. Besonders, wenn du dann irgendwann zitiert wirst und da steht: "Ein Mitglied des Eldaring äußerte sich dazu wie folgt..."

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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Blumenfee » 23.11.2018, 10:15

Sven Tolksdorf hat geschrieben:
23.11.2018, 08:50
Naja, du hast dich gegenüber der Frau Röpke als Eldaring-Mitglied geoutet und bist da aktiv. Folglich fällt das auf den Eldaring zurück. Besonders, wenn du dann irgendwann zitiert wirst und da steht: "Ein Mitglied des Eldaring äußerte sich dazu wie folgt..."
Und was erreichst du mit dieser Kritik? Dass beim nächsten Mal niemand mehr ein Wort zu solchen Statements sagt? Überlege bitte die Situation: Du gehst in einen Vortrag und hörst, dass dein Verein in einem merkwürdigen unpassenden Zusammenhang genannt wird. Was tust du? Gehst du still nach Hause und schreibst einen Breicht an den Vorstand?

Bei aller Beachtung von Vereins-Hierarchien, hier schießt du mit deiner Forderung über das Ziel hinaus.

Gruß
Blumenfee

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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Heidan Frihals » 23.11.2018, 10:54

Ich schließe mich da Blumenfee an. Als mündiges Mitglied darf man doch wohl einem falschen Vorwurf unmittelbar entgegentreten. Gerade einem solchen Vorwurf (sollte er so gefallen sein). Im Gegenteil, ich fände es schlimm, einfach nachhause zu gehen und nichts zu sagen.

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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Sven Tolksdorf » 23.11.2018, 12:54

Es war nicht meine Absicht, Kritik zu üben, aber ich halte es für sinnvoll, wenn der Vorstand Bescheid weiß und dann im Namen des Vereins tätig wird. Natürlich sollte man auf die Barrikaden gehen, wenn der Eldaring in den braunen Sumpf geschubst wird!

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Re: Mjölnir, ein politisches Statement ?

Beitrag von Heidan Frihals » 23.11.2018, 13:32

Sven Tolksdorf hat geschrieben:
23.11.2018, 12:54
Es war nicht meine Absicht, Kritik zu üben, aber ich halte es für sinnvoll, wenn der Vorstand Bescheid weiß und dann im Namen des Vereins tätig wird. Natürlich sollte man auf die Barrikaden gehen, wenn der Eldaring in den braunen Sumpf geschubst wird!
Das eine tun und da andere nicht lassen. Konkret und unmittelbar Position beziehen und parallel den Vorstand zu informieren, wäre wohl am besten. Stimmt.

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