Wie offen lebt ihr euren Glauben?

Diskussionen rund um heidnische Kultpraxis und Heidentum im Alltag
Julia
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Wie offen lebt ihr euren Glauben?

Beitrag von Julia »

Hallo an alle,

ich würde gerne wissen, wie offen ihr mit eurem Glauben umgeht, insbesondere gegenüber Fremden oder auf der Arbeit? Habt ihr da irgendwelche Tipps?

Ich würde z.B. gerne meinen Mjölnir tragen, aber außerhalb der eigenen Familie habe ich da etwas Bedenken. Man wird ja doch schnell und ungefragt als Nazi abgestempelt, weil viele das Symbol leider nur aus der rechten Szene kennen. Und eine Gelegenheit sich zu erklären bekommt man da meistens nicht. Im Arbeitsumfeld würde mich wahrscheinlich schon jemand darauf ansprechen, aber nach einer Erklärung des eigenen Glaubens würden mich die meisten (die entweder christlich oder stark atheistisch orientiert sind) für verrückt halten... Wie geht ihr damit um? Wird man da mit der Zeit einfach lockerer? Oder gibt es das "Glauben-Erklärungs-Patentrezept" (garantiert nicht, aber fragen kostet nichts :) )?

Liebe Grüße!
Julia

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Aethelstan1984
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Re: Wie offen lebt ihr euren Glauben?

Beitrag von Aethelstan1984 »

Hallo Julia,
das ist eine spannende Frage, auf die Du vermutlich ganz unterschiedliche Antworten bekommst. Ich selbst arbeite an einer Universität und bilde als Theologe angehende evangelische Religionslehrer*innen und Pfarrer*innen aus neben meiner Forschungstätigkeit. Ich gehe dabei ganz offen mit meinem Glauben um und habe bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Man bekommt viele interessierte Nachfragen und zumindest an der Universität selbst habe ich noch keine Vorurteile erlebt. Natürlich interessiert es viele Studierende, weshalb ich mich in meiner Biographie vom Christentum dem "Heidentum" (in Anführungszeichen, denn "das" Heidentum nicht gibt) zugewandt habe. Daraus entstehen immer tolle Gespräche.
Außerhalb der Universität habe ich dann doch schon mehr Vorurteile erlebt. Schlimm ist es dann, wenn irgendwelche rechten Spinner, die zwar die Symbole nutzen aber eigentlich an nichts glauben als ihre faschistischen und nationalistischen Träumereien, denken, dass ich einer von ihnen sei. Aber denen will ich auch die Symbole wie Mjölnir nicht überlassen.
Insgesamt habe ich persönlich also eher gute Erfahrungen mit einem offen gelebten Glauben gemacht.
Heil Baldur, Heil Siegvaters Sohn,
der die Schöpfung wird leiten, wenn Wotan fällt
Heil dem Lichtbringer,
der noch rasten muss hinter Hels Pforten.

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Markus Nicklas
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Re: Wie offen lebt ihr euren Glauben?

Beitrag von Markus Nicklas »

Aethelstan1984 hat geschrieben:
27.06.2020, 10:47
... Christentum dem "Heidentum" (in Anführungszeichen, denn "das" Heidentum nicht gibt) zugewandt habe. ...

Außerhalb der Universität habe ich dann doch schon mehr Vorurteile erlebt. Schlimm ist es dann, wenn irgendwelche rechten Spinner, die zwar die Symbole nutzen aber eigentlich an nichts glauben als ihre faschistischen und nationalistischen Träumereien, denken, dass ich einer von ihnen sei. Aber denen will ich auch die Symbole wie Mjölnir nicht überlassen.
Guten Morgen! Mit Vergnügen lese ich Deinen post. Schmunzelndem. Ich sehe das vermutlich ähnlich. Es gibt kein Heidentum. Ich hege Beziehung zu Gottheiten. Ich hege Beziehung zu der Welt, in der ich lebe. Und da sind die Gottheiten enthalten.

Was die Identifikation mit eben diesen Gottheiten durch Faschisten, Mördern und Totschlägern angeht, will ich mich zurückhalten.

Deswegen begrüße ich die Möglichkeit, dass die Auseinandersetzung mit der Geschichte in der eigenen Familie bei mir im Gange ist. Das ist keine Garantie gegen Irrtum, jedoch ein Mittel, um die Augen offen zu halten.

:)

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Blumenfee
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Re: Wie offen lebt ihr euren Glauben?

Beitrag von Blumenfee »

Aethelstan1984 hat geschrieben:
27.06.2020, 10:47
vom Christentum (zu) dem "Heidentum" (in Anführungszeichen, denn "das" Heidentum nicht gibt)
Gibt es "das" Christentum? Von der Römisch-katholischen Kirche bis zu den Zeugen Jehovas, von syrisch-orthodoxen Christen bis zu schwäbischen Wiedertäufern, Pfingstler, . . .
Wenn Heiden nicht wollen, dass sie allesamt in einen Topf geworfen werden, warum tun sie das dann mit "Christen"?

Gruß
Blumenfee

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Aethelstan1984
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Re: Wie offen lebt ihr euren Glauben?

Beitrag von Aethelstan1984 »

Gibt es natürlich nicht. Allerdings teilen alle christlichen Glaubensrichtungen einen Glaubenskern: Das ist der Tod und Auferstehung Jesu Christi und die damit verbundene soteriologische Bedeutung.
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Breonna
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Re: Wie offen lebt ihr euren Glauben?

Beitrag von Breonna »

Hallo Julia,

ich schreibe mal wieder was zu deiner Eingangsfrage :)

Ja, ein Patentrezept wird sicher schwierig :wink: Ich denke es hängt wirklich sehr vom persönlichen Umfeld ab, wie man mit dem Thema umgehen kann. Bei mir ist es so, dass ich in einer sächsischen Großstadt im medizinisch-wissenschaftlichen Bereich arbeite. Dadurch habe ich beispielsweise schonmal nicht das Problem einer sehr katholisch geprägten Umgebung. Die Leute sind größtenteils atheistisch und – aufgrund der Nähe meiner Abteilung zur IT – auch Nerds gewohnt oder selbst ein wenig nerdig :lol:

Insgesamt gehe ich mit meinem Glauben recht offen um, binde es aber niemandem auf die Nase. Manchmal kommen wir auf das Thema, wenn es darum geht, was jeder so am Wochenende gemacht hat. Dann erwähne ich natürlich auch mal den Verein, den Stammtisch und unsere Feste. Meistens begründe ich meine Aktivitäten mit einem Interesse für germanische Kultur/Mythologie und lasse die spirituellen/religiösen Details außen vor, weil die Leute sowieso nichts damit anfangen können. Wer genauer nachfragt, dem erzähle ich aber auch gern von meinem Glauben.
Da die meisten mich als nette, zuverlässige Kollegin kennen, denken sie sich vermutlich gar nichts weiter dabei, außer vielleicht: „Manche Leute haben halt seltsame Hobbies.“ :) Wenn ich ganz sicher gehen will, nicht in die rechte Ecke gestellt zu werden, dann sage ich dazu, warum ich mich gerade für diesen Verein entschieden habe: Weil er den Fokus auf Fakten, gute Quellenarbeit etc. legt und sich im Selbstverständnis klar gegen extremistisches und rassistisches Gedankengut positioniert. Damit ist dieses Thema gleich abgefrühstückt.

Gelegentlich trage ich übrigens auch einen kleinen Thors Hammer und bin tatsächlich noch nie darauf angesprochen worden. Mein Eindruck ist vielmehr, dass die meisten das Symbol gar nicht kennen. Kleine Anekdote: Eine Kollegin kam eines Tages mit einem großen Thors Hammer um den Hals ins Büro. Darauf angesprochen, sagte sie: „Ach, das ist einfach nur so ein Metal-Symbol.“ Klar. :wink:

So viel zu den Kollegen. Außerhalb von Familie, Freundeskreis und Arbeit ist es mir dagegen relativ egal, was die Leute denken. Vielleicht wäre das anders, wenn ich in einem kleinen Dorf leben würde, wo es schnell mal Gerede gibt. Aber in der Großstadt sehe ich die Leute, die mir begegnen, wahrscheinlich nie wieder :wink:

Viele Grüße
Breonna

Marco
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Re: Wie offen lebt ihr euren Glauben?

Beitrag von Marco »

Hallo zusammen,

Breonna hat vollkommen Recht.
Ich lebe in einer katholischen Kleinstadt inmitten einer katholisch geprägten Region. Hier ist christliches Brauchtum tief verwurzelt und deren Feste werden noch zelebriert.
Die offene Ausübung meines Glaubens ist kompliziert, da sich das Verständnis dafür in Grenzen hält und die christliche Tradition tief in das gesellschaftliche Leben hineinreicht (Schule, Vereine etc.).
Selbst in meiner Familie und meinem Freundeskreis stoße ich auf geteiltes Echo. An meinem Arbeitsplatz kann man mich getrost als "Exoten" bezeichnen.
Auch ich trage offen Thors Hammer und gebe gerne bei ernsthaften Interesse Auskunft über meinen Glauben. (Kommt eher selten vor)

Fairerweise muss ich sagen, dass ich bis Heute weder in die "rechte Ecke" gerückt, noch richtig benachteiligt wurde. Da ich auch ein Freund von gepflegter Metal Musik bin, werde ich eher belächelt. Problematischer stellt sich die Situation allerdings für meine Familie dar. ( "sag mal, ist dein Mann auch einer von diesen Satanisten ?", "was ist denn dein Vater für einer ?").

So, dass war mal ein kurzer Einblick in meine kleine Welt. Natürlich geht es auch bei uns in größeren Städten liberaler zu.
Mit diesem Beitrag wollte ich (in Ergänzung zu Breonnas Ausführungen) anhand meines Beispiels einmal aufzeigen, wie die Prägung einer Region und die Größe der dort liegenden Städte sich auswirken kann - nicht muss

Ein Patentrezept für den Umgang mit unserem Glauben gibt es nicht. Letztendlich muss jeder für sich selbst herausfinden und entscheiden wie er Situationsbedingt die Thematik behandelt.

Gruß
Marco

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Markus Nicklas
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Re: Wie offen lebt ihr euren Glauben?

Beitrag von Markus Nicklas »

Aethelstan1984 hat geschrieben:
29.06.2020, 14:08
Gibt es natürlich nicht. Allerdings teilen alle christlichen Glaubensrichtungen einen Glaubenskern: Das ist der Tod und Auferstehung Jesu Christi und die damit verbundene soteriologische Bedeutung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Soteriologie

:)

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Aethelstan1984
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Re: Wie offen lebt ihr euren Glauben?

Beitrag von Aethelstan1984 »

Markus Nicklas hat geschrieben:
30.06.2020, 08:20
Aethelstan1984 hat geschrieben:
29.06.2020, 14:08
Gibt es natürlich nicht. Allerdings teilen alle christlichen Glaubensrichtungen einen Glaubenskern: Das ist der Tod und Auferstehung Jesu Christi und die damit verbundene soteriologische Bedeutung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Soteriologie

:)
Und was willst du mir mit dem Link sagen? :-)
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Heimdall
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Re: Wie offen lebt ihr euren Glauben?

Beitrag von Heimdall »

Aethelstan1984 hat geschrieben:
27.06.2020, 10:47
Hallo Julia,
das ist eine spannende Frage, auf die Du vermutlich ganz unterschiedliche Antworten bekommst. Ich selbst arbeite an einer Universität und bilde als Theologe angehende evangelische Religionslehrer*innen und Pfarrer*innen aus neben meiner Forschungstätigkeit. Ich gehe dabei ganz offen mit meinem Glauben um und habe bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Man bekommt viele interessierte Nachfragen und zumindest an der Universität selbst habe ich noch keine Vorurteile erlebt. Natürlich interessiert es viele Studierende, weshalb ich mich in meiner Biographie vom Christentum dem "Heidentum" (in Anführungszeichen, denn "das" Heidentum nicht gibt) zugewandt habe. Daraus entstehen immer tolle Gespräche.

Das ist interessant. Wie kannst Du als Heide christliche Pfarrer*innen und Religionslehrer*innen, also die "Konkurrenz ", ausbilden? Kommst Du da in keine Glaubens- bzw. Gewissenskonflikte?

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Aethelstan1984
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Re: Wie offen lebt ihr euren Glauben?

Beitrag von Aethelstan1984 »

Heimdall hat geschrieben:
04.07.2020, 18:19
Das ist interessant. Wie kannst Du als Heide christliche Pfarrer*innen und Religionslehrer*innen, also die "Konkurrenz ", ausbilden? Kommst Du da in keine Glaubens- bzw. Gewissenskonflikte?
Die Frage wird mir in heidnischen Kreisen natürlich öfter gestellt, aber meine Antwort ist "nein", da ich es generell bedenklich finde, wenn sich Religionen in Konkurrenz zueinander sehen. Außerdem halte ich es für wichtig, wenn Religionslehrer*innen und Pfarrer*innen Menschen das "Glaubens-ABC" näherbringen. Damit meine ich das Wissen über Religionen so wie die Kompetenz die eigenen Glaubensüberzeugungen auszudrücken.
Wer gelernt hat den eigenen Glauben kritisch zu reflektieren, egal ob als Schüler*in oder Student*in, der steht auch anderen Glaubensüberzeugungen offener gegenüber.
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Heimdall
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Re: Wie offen lebt ihr euren Glauben?

Beitrag von Heimdall »

Blumenfee hat geschrieben:
28.06.2020, 11:14
Aethelstan1984 hat geschrieben:
27.06.2020, 10:47
vom Christentum (zu) dem "Heidentum" (in Anführungszeichen, denn "das" Heidentum nicht gibt)
Gibt es "das" Christentum? Von der Römisch-katholischen Kirche bis zu den Zeugen Jehovas, von syrisch-orthodoxen Christen bis zu schwäbischen Wiedertäufern, Pfingstler, . . .
Wenn Heiden nicht wollen, dass sie allesamt in einen Topf geworfen werden, warum tun sie das dann mit "Christen"?

Gruß
Blumenfee
Liebe Blumenfee,
das ist vollkommen richtig. "Die Christen" gibt es selbstverständlich auch nicht, ansonsten gäbe es nicht so zahlreiche Religionsgemeinschaften.
Viele Grüße
Heimdall

Heimdall
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Re: Wie offen lebt ihr euren Glauben?

Beitrag von Heimdall »

Aethelstan1984 hat geschrieben:
04.07.2020, 18:32
Heimdall hat geschrieben:
04.07.2020, 18:19
Das ist interessant. Wie kannst Du als Heide christliche Pfarrer*innen und Religionslehrer*innen, also die "Konkurrenz ", ausbilden? Kommst Du da in keine Glaubens- bzw. Gewissenskonflikte?
Die Frage wird mir in heidnischen Kreisen natürlich öfter gestellt, aber meine Antwort ist "nein", da ich es generell bedenklich finde, wenn sich Religionen in Konkurrenz zueinander sehen. Außerdem halte ich es für wichtig, wenn Religionslehrer*innen und Pfarrer*innen Menschen das "Glaubens-ABC" näherbringen. Damit meine ich das Wissen über Religionen so wie die Kompetenz die eigenen Glaubensüberzeugungen auszudrücken.
Wer gelernt hat den eigenen Glauben kritisch zu reflektieren, egal ob als Schüler*in oder Student*in, der steht auch anderen Glaubensüberzeugungen offener gegenüber.
Ich bin selbst evangelische Theologin, daher hat mich die Antwort besonders interessiert. Danke.

Grüße Heimdall

Tjoralf Andreason
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Re: Wie offen lebt ihr euren Glauben?

Beitrag von Tjoralf Andreason »

Moin,

Ich selbst trage keinerlei heidnischen Zierrat auf Arbeit, ein bis zwei Kollegen wissen um meine Weltsicht, innerhalb der Familie und Freunde wissen es so gut wie alle.

Zum Thema der Theologie und Heidentum habe ich selbst die Ansicht, dass der abrahamitische Gott eben auch ein Gott von vielen ist und somit seine Berechtigung auch im heidnischen Kontext hat. Welchen Stellenwert man ihn dann als Heide in seinem eigenen Leben zugesteht ist eine andere Sache. Mein Kollege hat mich mal gefragt, an welche Götter ich glaube und ich sagte: an alle. Aber verehren tu ich nur eine persönliche Auswahl. Die anderen sehe ich einfach nicht als zuständig für mein Leben an.
Liebe Grüße aus der märkischen Heide :mrgreen:

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Aethelstan1984
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Re: Wie offen lebt ihr euren Glauben?

Beitrag von Aethelstan1984 »

Heimdall hat geschrieben:
04.07.2020, 18:50
Aethelstan1984 hat geschrieben:
04.07.2020, 18:32
Heimdall hat geschrieben:
04.07.2020, 18:19
Das ist interessant. Wie kannst Du als Heide christliche Pfarrer*innen und Religionslehrer*innen, also die "Konkurrenz ", ausbilden? Kommst Du da in keine Glaubens- bzw. Gewissenskonflikte?
Die Frage wird mir in heidnischen Kreisen natürlich öfter gestellt, aber meine Antwort ist "nein", da ich es generell bedenklich finde, wenn sich Religionen in Konkurrenz zueinander sehen. Außerdem halte ich es für wichtig, wenn Religionslehrer*innen und Pfarrer*innen Menschen das "Glaubens-ABC" näherbringen. Damit meine ich das Wissen über Religionen so wie die Kompetenz die eigenen Glaubensüberzeugungen auszudrücken.
Wer gelernt hat den eigenen Glauben kritisch zu reflektieren, egal ob als Schüler*in oder Student*in, der steht auch anderen Glaubensüberzeugungen offener gegenüber.
Ich bin selbst evangelische Theologin, daher hat mich die Antwort besonders interessiert. Danke.

Grüße Heimdall
Ja, da habe ich mittlerweile schon ein paar kennengelernt :-) Arbeitest du auch noch in dem Feld?
Heil Baldur, Heil Siegvaters Sohn,
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Heil dem Lichtbringer,
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