Jahreszeitliche Feste

Diskussionen rund um heidnische Kultpraxis und Heidentum im Alltag
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Krabbe
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Jahreszeitliche Feste

Beitrag von Krabbe »

Hallo,

Mittlerweile bin ich (wie in meiner Vorstellung beschrieben) mit dem Buch „Der gebundene Mondkalender der Germanen“ durch. Das Werk ist meines Erachtens nach sehr umfassend, jedoch für mich vielleicht eine Nummer zu hoch. Interessant allemal, jedoch echt harter Tobak.
Am Ende bleibt für mich die Frage, welche jahreszeitkreislichen Feste feiert ihr und wonach bestimmt ihr heute wann diese gefeiert werden? Ich tue mich nach dem Lesen des Buches (Studium kann man das kaum nennen, mit zwei kleinen Kindern findet man selten die Konzentration) schwer für mich herauszufinden was heute noch „aktuell“ ist. Sicher gibt es heute in Uppsala kein mehrtägiges Fest mehr bei dem mehrere Menschen und Tiere geopfert werden und auch die Bestimmung über die Mondphasen in den verschiedenen auf den Lauf der Sonne synchronisierten Zyklen (Aun, Meton, etc.) bereitet mir Schwierigkeiten. Und warum sind manche Festdaten so kompliziert zu berechnen? Und wieso ist der Aun-Zyklus ein Neunjahreszyklus, enthält aber nur acht Jahre?

Ich hoffe ihr könnt mir beim Verständnis ein wenig helfen, vor allem bei der ersten Frage. Leider kann ich pestilenz-bedingt diese Fragen momentan nicht am passenden Stammtisch, von Angesicht zu Angesicht stellen, sondern nur hier im Forum.

Vorausgeschickt sei schon mal: Vielen Dank (ggf. auch für Literaturempfehlungen)!
Krabbe
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Blumenfee
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Re: Jahreszeitliche Feste

Beitrag von Blumenfee »

In GardenStones "Germanischer Götterglaube" sind ausführliche Auflistungen sowohl nach Monaten als auch nach Anlässen.

Gruß
Blumenfee
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Krabbe
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Re: Jahreszeitliche Feste

Beitrag von Krabbe »

Hallo Blumenfee,
danke für die Literaturempfehlung. Werde ich mal in meine "To-Read"-Liste aufnehmen.

Gruß
Krabbe
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Re: Jahreszeitliche Feste

Beitrag von [+] »

Krabbe hat geschrieben: 01.06.2021, 00:36 Sicher gibt es heute in Uppsala kein mehrtägiges Fest mehr bei dem mehrere (…) Tiere geopfert werden
Bei den wohl wenigsten Menschen dürfte ein Speiseopfer an die Götter tierfrei sein.
Nur ein Narr betet erst den Leichnam an.
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Krabbe
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Re: Jahreszeitliche Feste

Beitrag von Krabbe »

[+] hat geschrieben: 09.06.2021, 17:18
Krabbe hat geschrieben: 01.06.2021, 00:36 Sicher gibt es heute in Uppsala kein mehrtägiges Fest mehr bei dem mehrere (…) Tiere geopfert werden
Bei den wohl wenigsten Menschen dürfte ein Speiseopfer an die Götter tierfrei sein.
Hm, da hätte ich mich vermutlich genauer ausdrücken müssen. In "Der gebundene Mondkalender der Germanen" von Andreas Zautner, 3. Auflage, S. 206 werden 99 Menschen-, Pferde-, Hunde- und Hahnenopfer erwähnt (Thietmar von Merseburg berichtet über eine Kultfeier in Lethra). Auf Seite 210 heißt es dann "Das Opfer ist nun folgender Art. Von jeder Gattung männlicher Geschöpfe werden neun dargebracht, mit deren Blut es Brauch ist, die Götter zu sühnen. Die Körper aber werden in dem Haine aufgehängt, der zunächst am Tempel liegt." (Adam von Bremen berichtet über das Opferfest in Gamla Uppsala).

Das eine Opfergabe selten ohne tierische Inhalte auskommt ist mir bewusst, angedacht war aber eher oben beschriebenes Ausmaß. ;-)
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Heimdall
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Re: Jahreszeitliche Feste

Beitrag von Heimdall »

Die Opfergaben an die Götter können heute sehr wohl "tierfrei" sein, das ist sogar die Regel. Beim Eldaring werden beispielsweise selbstgebackene Kuchen, Obst oder Kräuter an einen Baum gelegt. Sie können auch vergraben werden. Es werden beim Blot, den der Eldaring veranstaltet, keine Tiere geschlachtet, keine Angst. Es sind auch Kinder anwesend, die ansonsten einen "Heidenschreck" bekommen könnten. :shock:
Am Opferfest von Uppsala orientiert sich kein Mensch, der halbwegs bei Verstand ist, das ist Geschichte. Wir sind alle in der heutigen zivilisierten Welt angekommen. :wink: Wenn du Lust hast, kannst Du natürlich ein Steak oder eine Hühnerkeule verbuddeln, falls es die Götter/Göttinnen danach gelüstet. :D

Donar (Thor) z.B. isst gerne Lachs, aber auch unheimlich gern süßes Gebäck. Wodan (Odin) trinkt gerne Wein. Sif, die Korngöttin, freut sich sicher über Brot und andere Backwaren.

Ich z.B. räuchere verschiedene Kräuter, Harze und Blütenblätter für die Götter. Der Met wird auf die Erde gegossen. Obst, Gemüse oder Gebäck lege ich an einen Baum im Wald.

Zu den Festen:

Jul: Wintersonnenwende, Mittwinter (20./21. Dezember), längste Nacht im Jahr, Vorfreude auf den kommenden Frühling.
Ostara: Erster Vollmond im Frühjahr nach der Tag/Nachtgleiche, Fruchtbarkeitsfest.
Hohe Maien: Die Nacht zum ersten Mai, Frühlingsfest.
Sommersonnenwende/Mittsommer: 20./21. Juni, längster Tag im Jahr.
Schnitterfest: August/September, eine Art "Erntedankfest".
Ahnenfest: Die Nacht vom 31. Oktober auf 1. November, um die Ahnen zu ehren.

Die Tag/Nachtgleichen kann man natürlich auch feiern. Die Feste sind nicht "dogmatisch" festgelegt, das kannst Du nach Deiner eigenen Situation, Zeit, etc. ausrichten.

Es gibt natürlich noch mehr Feste, manche feiern auch die keltischen Festtage. Das ist ein grober Überblick fürs erste.

Es müsste bald das Ritualbuch des Eldarings käuflich zu erwerben sein. Das finde ich sehr hilfreich, da es sowohl Informationen als auch Anleitungen zu den verschiedenen Feiern beinhaltet, von der Anrufung der Götter über Lieder und "Gebete", also auch eine praktische Anleitung.

Ich hoffe Dir einigermaßen weitergeholfen zu haben.

Heidnische Grüße von Heimdall :mrgreen:
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Re: Jahreszeitliche Feste

Beitrag von [+] »

Klar, Vermengung ist nicht ungewöhnlich. Meine erste Berührung mit dem Heldentum hatte ich über eine synkretische Hexe, die vorrangig keltische Feste feiert. Nicht meine Welt allerdings, mich reizt das Druidentum kaum und da zieht mich auch nichts hin. :) Ich halte es für schwierig, die Feste fremder Götter zu übernehmen; das stört mich am Kirchenkalender aus demselben Grund.

Dass man die Götter weitgehend auf eine vegetarische Diät gesetzt hat, weil ja Kinder zugucken könnten, irritiert mich jetzt aber ein bisschen. Ich würde unterstellen wollen, die Götter werden ihre Essgewohnheiten in den letzten paar Jahrhunderten kaum merklich geändert haben (wenn man annimmt, dass Ragnarök noch geschehen wird und noch nicht geschehen ist).
Nur ein Narr betet erst den Leichnam an.
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Heimdall
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Re: Jahreszeitliche Feste

Beitrag von Heimdall »

Du kennst Dich mit den Essgewohnheiten der Götter und Göttinnen wohl besser aus. Warst Du schon mal in Asgard? :wink:

Ich schrieb ja, dass man durchaus auch Fleisch opfern kann. Öffentliche Schlachtungen finden dagegen nicht statt, das ist unserer europäischen Kultur geschuldet und den Hygienevorschriften, die in der BRD gelten, nicht den Kindern. Im übrigen reiße ich mich auch nicht darum, einem solchen Ereignis beizuwohnen.

:mrgreen:
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faolin
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Re: Jahreszeitliche Feste

Beitrag von faolin »

den Göttern ein Stück Fleisch des erlegten Wildes zu opfern - für mich nach der Jagd eine persönliche Pflicht und Selbstverständlichkeit.

Aber ich stell mit grade vor - Schnitzel bei Lidl in der Stadt erbeutet - und dann Opfer ???

Entschuldige bitte meinen Zynismus. Für mich ist ein Opfer eine Gabe an die Götter von Dingen, die
ich selbst erlegt (Jagd), geerntet (Garten,Feld, Wald) oder geschaffen (Wein, Bier, Met) habe.
Heil ihm, der es lernt ! Heil ihm, der es lehrt ! Wohl ihm, der es kann ! Heil allen, die es hören
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Heimdall
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Re: Jahreszeitliche Feste

Beitrag von Heimdall »

Bisher habe ich den Göttern und Göttinnen nur Räucherwerke, Obst und Selbstgebackenes geopfert. Aber ein großes Stück vom mit Liebe selbst zubereiteten Braten opfern, den ich zuvor beim Metzger meines Vertrauens erworben habe, warum nicht? :D
Ich bin zwar Bogenschützin, aber keine Jägerin. :wink: Das überlasse ich getrost den Fachleuten.
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Re: Jahreszeitliche Feste

Beitrag von [+] »

Heimdall hat geschrieben: 12.06.2021, 17:27 Du kennst Dich mit den Essgewohnheiten der Götter und Göttinnen wohl besser aus. Warst Du schon mal in Asgard? :wink:
Hab da meinen Zweitwohnsitz. :mrgreen:
Heimdall hat geschrieben: 12.06.2021, 17:27 Öffentliche Schlachtungen finden dagegen nicht statt, das ist unserer europäischen Kultur geschuldet und den Hygienevorschriften, die in der BRD gelten, nicht den Kindern.
Der Sprung von Schächtung (religionsbegründet nicht geächtet) zu öffentlicher Schlachtung ist kein weiter. Nur Mut. ;)
Nur ein Narr betet erst den Leichnam an.
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Heimdall
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Re: Jahreszeitliche Feste

Beitrag von Heimdall »

[+] hat geschrieben: 13.06.2021, 01:56
Heimdall hat geschrieben: 12.06.2021, 17:27 Du kennst Dich mit den Essgewohnheiten der Götter und Göttinnen wohl besser aus. Warst Du schon mal in Asgard? :wink:
Hab da meinen Zweitwohnsitz. :mrgreen:
Heimdall hat geschrieben: 12.06.2021, 17:27 Öffentliche Schlachtungen finden dagegen nicht statt, das ist unserer europäischen Kultur geschuldet und den Hygienevorschriften, die in der BRD gelten, nicht den Kindern.
Der Sprung von Schächtung (religionsbegründet nicht geächtet) zu öffentlicher Schlachtung ist kein weiter. Nur Mut. ;)

:lol:
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Re: Jahreszeitliche Feste

Beitrag von volker »

Heimdall hatte ja schon 6 der üblichen Feste und deren ganz einfache zeitliche Bestimmung geschrieben.
Und ebenfalls bereits darauf hingewiesen, dass es für viele Heiden nicht so extrem wichtig ist, die Feste nun auch exakt am ermittelten Festtag zu feiern.
Ich möchte dies noch mal ausführen. Die meisten Mitglieder in unserer regionalen Berlin-Brandenburger Blotgruppe sind Familienväter- oder Mütter. Da bleiben familiäre Verpflichtungen nicht aus. Da alle auch berufstätig sind bleiben zeitgleiche berufliche Verpflichtungen ebenfalls nicht aus. Wir halten es daher so, dass wir uns zu unseren Festen ganz einfach an dem Tag verabreden, an dem die meisten Teilnehmer auch frei haben und erscheinen können, der dem eigentlichen Festtag am nächsten liegt. Ganz pragmatisch, weil es für berufstätige Familenmenschen eben nicht anders lösbar ist bei uns.
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Krabbe
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Re: Jahreszeitliche Feste

Beitrag von Krabbe »

Hallo,

danke für eure Antworten. Beim lesen hatte ich schon befürchtet eine Diskussion über die Art der Opfer und weniger über die Datierung und Art der Feste selber losgetreten zu haben. Das sollte eigentlich nicht Sinn dieses Threads werden.

Die Angewohnheit die Terminierung dieser Feste den eigenen Erfordernissen anzupassen finde ich klasse. So entstehen keine Konflikte und man hat tatsächlich Zeit und Ruhe sich mit dem Fest und dem was dahinter steht auseinander zu setzen. Ganz ohne Hektik. Sicher ein Zugeständnis an die modernen Zeiten, aber bei genauerer Betrachtung eines, das die Qualität sicherlich hoch hält.

Danke auch für den Buchtipp (Ritualbuch des Eldaring). Meine"to-read"-Liste wird immer länger. :D
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Tuivel_78
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Re: Jahreszeitliche Feste

Beitrag von Tuivel_78 »

Hallo Krabbe,

ich wollte kürzlich meinen persönlichen Feiertagskalender mal überdenken und etwas umbauen, und habe mich dafür auch etwas eingelesen. Dabei ist mir genau das gleiche Buch in die Hände gefallen! Es kann tatsächlich recht verwirrend sein, aber wenn man das Wesentliche heraus destilliert ist es nicht so schlimm. Ich würde für mich das wichtigste mal so zusammenfassen:

1. Es gab drei Hauptfeste die so ziemlich über die ganze germanische Welt recht gut belegt oder wenigstens stark anzunehmen sind. Ein "Frühlingsfest" (auch Siegesfest) am Anfang des Sommers. Ein "Herbstfest" (auch Winternächte) am Anfang des Winters, und das allseits berühmte Julfest in der Mitte des Winters. Es gibt recht schwache Hinweise das es möglicherweise vielleicht auch ein Mittsommerfest gab, aber das ist eher unklar und scheint wenn überhaupt nicht so wichtig gewesen zu sein. (im Sommer war vor allem die Zeit für Reisen, Kriege und Thingversammlungen - weniger für große Feste scheinbar - wobei im Rahmen eines Things unter Umständen auch gefeiert/geopfert wurde, nebenbei quasi)

2. Besonders heilige Zeiten waren Neumond (Anfang des Monats) und Vollmond (Mitte des Monats). Feierlichkeiten wurden mit großer Wahrscheinlichkeit zu Vollmond abgehalten und zwar vor allem Abends/Nachts da wie Tacitus schon sagte "bei ihnen der Tag mit der Nacht begann".

3. Die Hauptfeste erstreckten sich jeweils über mindestens (oder genau) drei Nächte.

3. Der Kalender der frühen Germanen war Lunisolar. Die Monate wurden durch den Monat bestimmt, das ganze war allerdings auch an den Sonnenlauf gebunden, weil die Monate sonst ständig wandern würden.

4. Die wesentlichen Feiertage (wenn ich es richtig verstanden habe) wurden wie folgt platziert:

Julfest = Immer am Vollmond der dem ersten Neumond nach der Wintersonnenwende folgt. Normalerweise fällt das in den Januar. Wintersonnenwende ist immer um den 21/22 Dezember herum. Von dort weg suchst Du also den ersten Neumond (mondlose Nacht) und der darauf folgende Vollmond ist dann das Datum für das Julfest. Falls Du einen Google Account hast und den Google Kalender nutzt, kannst Du Dir übrigens einen Kalender dazu schalten der Dir genau die Mondphasen anzeigt was super hilfreich ist und weniger Zeitaufwändig als ständig den Mond selbst zu beobachten ;-D

Das Julfest ist also am Vollmond des ersten Mondmonats nach der Sonnenwende (irgendwann im Jänner für gewöhnlich). In einem normalen Jahr braucht man dann von dort weg nur noch die Monate / Vollmonde zählen. Das Frühlingsfest ist am vierten Vollmond (Mitte des vierten Monats - Eosturmonath bei den Angelsachsen - normalerweise Mitte April). Mittsommer ist am siebenten Vollmond (Mitte des siebenten Monats - Juli). Das Herbstfest ist am 10ten Vollmond (für gewöhnlich im Oktober).

Schwierig wird es in einem Schaltjahr, da wird zwischen 7tem und 8tem Mondmonat im Sommer ein zusätzlicher Monat eingeschoben. Dadurch ist das Herbstfest dann einen Monat später.

Wann aber ist ein Schaltjahr?

Laut dem Buch von Zautner:
"darf... der Späte Jólmonat frühestens unmittelbar nach diesem solaren Fixdatum zünden. In diesem Monat, der nach dem solaren Fixdatum zündete, wurde ein Vollmondfest (Mittwinterfest/ Jól) begangen. Um diese Relation zum solaren Fixdatum im Jahreswechsel zu gewährleisten, gab es die Faustregel, dass bei einer Neumondzündung des Späten Jólmonats in der Zeit der Zwölf Nächte in dem jeweiligen Mondjahr ein Schaltmonat eingefügt wurde." Mit zwölf Nächten sind hier die zwölf Nächte nach der Wintersonnenwende gemeint. Fällt der erste Neumond nach der Sonnenwende also in den Bereich dieser zwölf Nächte nach der Sonnenwende wäre ein Schaltjahr.

Dann habe ich noch eine zweite Variante gefunden laut Andreas Nordberg (Skandinavischer Wissenschaftler)
"If the new moon of the second Yule lunar month emerged 11 days or less after the winter solstice, a 13th lunar
month was to be inserted the same year, because the second Yule lunar month of the following year would otherwise start before the winter solstice"

Sprich wenn der erste Neumond nach der Wintersonnenwende genau 11 Tage nach der Sonnenwende liegt oder sogar noch früher, dann ist im Sommer dieses Jahres ein zusätzlicher Monat einzuschieben.

Ich weis aber ehrlich gesagt nicht warum hier 1 Tag unterschied zwischen den beiden ist und ob das überhaupt eine Rolle spielt... hoffe das hilft trotzdem ein wenig! Wenn ich Zeit habe versuche ich mal die Daten für 2021 / 2022 zubestimmen und zu posten.

LG
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