Sammelband: Germanenideologie

Literatur, sonstige Medien und quellenbasierte religionswissenschaftlich/historische Diskussionen zum Thema germanisches Heidentum
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Aethelstan1984
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Sammelband: Germanenideologie

Beitrag von Aethelstan1984 »

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat einen sehr interessanten Sammelband mit dem Titel: "Germanenideologie. Einer völkischen Weltanschauung auf der Spur" herausgegeben.
Der Beitrag von Karl Banghard und Jan Raabe ("Das Germanenbild der extremen Rechten nach 1945") beinhaltet auch eine kurze Erwähnung des Eldarings:

"Aber selbstverständlich sind nicht alle Germanengläubigen - also Verehrer von Odin, Wotan und anderen 'Göttern' der den Germanen zugeschriebenen Sagenwelt - Rassisten und Antidemokraten. Gruppen wie der Eldaring sehen keinen Zusammenhang zwischen Hautfarbe und Religion und treten für eine demokratische Gesellschaft ein." (S. 186)
Heil Baldur, Heil Siegvaters Sohn,
der die Schöpfung wird leiten, wenn Wotan fällt
Heil dem Lichtbringer,
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volker
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Re: Sammelband: Germanenideologie

Beitrag von volker »

Mir stellt sich dabei folgende Frage:
Was hat denn der Eldaring als Erwähnung, wenn auch vordergründig positiv erwähnt, in einem Werk, das sich "Das Germanenbild der extremen RECHTEN nach 1945" nennt überhaupt zu suchen?

Rudi
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Re: Sammelband: Germanenideologie

Beitrag von Rudi »

Ich werde jetzt keine tiefgründige Analyse heraushauen, aber:
"Gruppen wie der Eldaring sehen keinen Zusammenhang zwischen Hautfarbe und Religion und treten für eine demokratische Gesellschaft ein." (S. 186)
diese Anmerkung, speziell von der BzpB (noch dazu veröffentlicht in einem Buch, das z.Zt nachgedruckt wird)
wird schon von den "richtigen" Leuten gelesen - und ist eine kostenlose PR in einer Auflagenhöhe, für die wir uns sonst massiv abstrampeln müßten.
Wat wolln wer mehr?
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Rudi
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Aethelstan1984
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Re: Sammelband: Germanenideologie

Beitrag von Aethelstan1984 »

volker hat geschrieben:
05.11.2020, 15:09
Mir stellt sich dabei folgende Frage:
Was hat denn der Eldaring als Erwähnung, wenn auch vordergründig positiv erwähnt, in einem Werk, das sich "Das Germanenbild der extremen RECHTEN nach 1945" nennt überhaupt zu suchen?
Nicht vordergründig positiv erwähnt, sondern in dem Kontext durchaus als Gegenbeispiel gegenüber anderen Gruppen, die öffentlichkeitsstark irgendeineneinen Bezug zum Begriff "Germanen" für sich proklamieren.
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volker
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Re: Sammelband: Germanenideologie

Beitrag von volker »

Meine Intention ging in eine andere Richtung.
Ich habe mal um die Ecke gedacht und überlegt wie ich selbst so recherchiere.
Ich würde also Eldaring e.V. in meine Suchanfrage eingeben und es würde eine Seite erscheinen die wie folgt heißt:
"Das Germanenbild der extremen Rechten nach 1945".
Mit einem Treffer: "Eldaring"
Wenn ich das dann verknüpfe entsteht ein Bild.
Wenn ich mir dann gar nicht die Zeit nehme, oder plötzlich nicht mehr nehmen kann, das Ganze zu lesen, dann bleibt eine Verknüpfung bei mir bestehen, die völlig falsch ist.
Ich weiß, ist völlig um die Ecke gedacht, aber leider passiert genau sowas öfter als uns lieb sein kann.
Hier ein ähnliches Beispiel:
Kontaktaufnahme eines Journalisten mit dem Vorstand des ER.
Dieser gibt freudig an, er habe schon mit unserem religiösem Oberhaupt gesprochen.
Verdutzte Frage des Vorstandes danach wer das denn gewesen sein solle.
Antwort: Na der heidnische Oberhirte aller Heiden.
Hinweis vom Vorstand: Sowas haben wir im ER gar nicht, lesen sie mal dessen Seite etwas genauer.
Gibt es nicht?
Ist praktisch (fast) genau so passiert, typisches Verknüpfungsproblem, gepaart mit dem nicht akribischen Studieren bestimmter aufgerufener Seiten.
Kommt also scheinbar vor, sogar bei Profis, wird leider vermutlich nur ein ganz kleiner Prozentsatz auf Nachfrage dann aufgeklärt oder richtig gestellt.
Habe aber leider keine Idee wie dieses Problem gelöst werden könnte.

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Aethelstan1984
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Re: Sammelband: Germanenideologie

Beitrag von Aethelstan1984 »

Deine Problembeschreibung kann ich gut nachvollziehen. Aber ich fürchte, dass es da keine einfache Lösung gibt. Man muss man darauf vertrauen, dass die Suchenden ausreichend Medienkompetenz besitzen und auch bei Suchmaschinentreffern mit wenigen zusätzlichen Angaben weiterlesen. Der Journalist in deinem Beispiel hat da einen eigentlich leicht vermeidbaren Fehler begangen.
Wir müssen damit leben, dass völkische Gruppen seit 150 Jahren das germanische Heidentum für sich vereinnahmen und damit den öffentlichen Diskurs über das Thema geprägt haben. Ich fürchte, dass sich das Heidentum aus diesen Fängen nur sehr langsam wieder lösen lässt. Dass zumindest im akademischen Diskurs differenziert wird zwischen den neuheidnischen Gruppen im Land, ist im Anbetracht dessen schon ein echter und begrüßenswerter Fortschritt. Damit müssen wir uns wohl vorerst begnügen.
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volker
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Re: Sammelband: Germanenideologie

Beitrag von volker »

Ja, leider.

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