Julie Lund

Literatur, sonstige Medien und quellenbasierte religionswissenschaftlich/historische Diskussionen zum Thema germanisches Heidentum
Antworten
Benutzeravatar
Markus Nicklas
Moderator
Beiträge: 1516
Registriert: 31.12.2012, 15:49
Kontaktdaten:

Julie Lund

Beitrag von Markus Nicklas » 22.08.2018, 15:30

Frau Lund ist Archäologin an der Uni Oslo.

"DIE BEDEUTUNG VON BRÜCKEN UND KREUZUNGEN
IM WIKINGER-ZEITALTER UND FRÜHEN MITTELALTER"

Zitat:
"Im frühen mittelalterlichen Skandinavien galt es als eine gute christliche Tat, eine Brücke zu bauen. Ich werde erörtern, dass Brücken bereits eine wichtige Rolle in der heidnischen Sakrallandschaft in der Wikingerzeit gespielt hatten, und das Brücken konsequent Teil des Bekehrungsprozesses wurden, indem sie dem Christentum geweiht wurden. In diesem Artikel werden die wechselnden Bedeutungen der Brücke in der späten heidnischen und frühen christlichen Periode mit Konzentration auf die Handlungen von Niederlegungen, das Aufstellen von Runensteinen an Brücken und die Rollen der Brücke in literarischen Quellen analysiert. Während der Wikingerzeit wurden Waffen, Schmuck, Münzen und Werkzeuge in Feuchtgebieten deponiert (Geisslinger 1967; Hines 1989; Zachrisson 1998; Hedeager 1999; Andrén 2002; Lund 2003 und 2004). In meiner Doktorarbeit habe ich 140 Waffen in Feuchtgebieten während der Wikingerzeit auf Seeland (Dänemark) und in Scania (Schweden) untersucht. Sie neigen dazu, sich an bestimmten Orten in den Kulturlandschaften anzuhäufen: In der Nähe von Brücken und Furten, an den Mündungen von kleinen Flüssen und Bächen, und in Seen und Mooren (Lund 2003, 30-57, 95-101; Lund 2004, 203-10)."

Die Übersetzungsdatei ist zweisprachig und in nur einem Durchlauf bearbeitet. Maile ich gerne auf Anforderung mit pers.email-Adresse via PN zu. Danke.

Ich finde mich bestärkt darin, dass Gewässer ihre eigene Bedeutung in der Auffassung der Vorfahren hatten.

Antworten