Torsten Capelle: Heidenchristen im Norden

Literatur, sonstige Medien und quellenbasierte religionswissenschaftlich/historische Diskussionen zum Thema germanisches Heidentum
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Wolfskriegerin
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Torsten Capelle: Heidenchristen im Norden

Beitrag von Wolfskriegerin » 26.01.2006, 15:37

Heil euch!
<BR>Kennt das Buch jemand bzw ist es zu empfehlen? Ich spiele im Moment mit dem Gedanken mir das Buch zuzulegen. Eine kurze Beschreibung von der Seite <!-- BBCode auto-link start --><a href="http://www.reenactors.de" target="_blank">www.reenactors.de</a><!-- BBCode auto-link end --> :
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<BR>\"Heidenchristen im Norden. Torsten Capelle. Die Wikinger zwischen Anpassung und Wiederstand. Zeugnisse und Quellen heidnisch-christlicher Begegnung. Mit archäologischen, historischen und bildlichen Quellen wird das heidnisch-christliche Spannungsfeld im Norden beleuchtet. Die Wikinger haben es den Missionaren offensichtlich nicht leicht gemacht. Ihre Selbstzeugnisse lassen aber nicht nur Widerstand erkennen, sondern auch lebenskluge, zum Teil geradezu humorvolle Anpassungsfähigkeit. Am besten hätte ihnen wohl gefallen, wenn sich Odin und Christus verbündet hätten. Zumindest haben sie, den Quellen nach zu urteilen, in ihrem eigenen Leben immer wieder versucht, augenzwinkernd in heidnisch-christlicher Koexistenz zu leben. Dieses Phänomen erstreckte sich im Norden über den langen Zeitraum vom 9. bis zum 11. Jahrhundert, von Nachzüglern abgesehen. Die pragmatische Lebensform und der offensichtlich schmerzhafte Übergang vom Polytheismus zum Monotheismus werden hier reich illustriert dargestellt. 88 Seiten mit 15 Farb- und 40 Schwarzweißabbildungen; Format 17 x 24 cm; gebunden. \"
<BR>
<BR>Hört sich für mich lesens- bzw. besitzenswert an.
<BR>
<BR>Liebe Grüße
<BR>Julia

Kurt_Oertel
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Torsten Capelle: Heidenchristen im Norden

Beitrag von Kurt_Oertel » 26.01.2006, 15:52

<!-- BBCode Quote Start --><TABLE BORDER=0 ALIGN=CENTER WIDTH=85%><TR><TD><font size=-1>Quote:</font><HR></TD></TR><TR><TD><FONT SIZE=-1><BLOCKQUOTE>
<BR>Am 2006-01-26 15:37 schrieb Wolfskriegerin:
<BR>Kennt das Buch jemand bzw ist es zu empfehlen? Ich spiele im Moment mit dem Gedanken mir das Buch zuzulegen. Eine kurze Beschreibung von der Seite <!-- BBCode auto-link start --><a href="http://www.reenactors.de" target="_blank">http://www.reenactors.de</a><!-- BBCode auto-link end --> :
<BR>\"Heidenchristen im Norden\". Torsten Capelle.
<BR></BLOCKQUOTE></FONT></TD></TR><TR><TD><HR></TD></TR></TABLE><!-- BBCode Quote End -->
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<BR>Hi Julia,
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<BR>nein, das Buch kenne ich noch nicht (zu neu). Aber Capelle ist ein seriöser Ur- und Frühgeschichtler, der auch gut lesbar ist, und dasselbe gilt für den Verlag. Falsch machen kann man in dem Fall also wenig.
<BR>
<BR>Schöne Grüße,
<BR>Kurt

Wolfskriegerin
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Beitrag von Wolfskriegerin » 12.02.2006, 20:00

Also ich habs jetzt gelesen. Muß allerdings sagen das ich nicht sonderlich begeistert war. Es ist zwar ganz nett geschrieben aber für mich bleibt das Buch hinter den Erwartungen zurück die mit dem Klappentext schon geweckt wurden. Hinzu kommt der enttäuschende Umfang. Um ehrlich zu sein hab ichs mir etwas ausführlicher vorgestellt (ich hatte es in zwei Abenden durch). Es wird einmal zu diesem, einmal zu jenem Fundstück gesprungen und für mich hört sich das alles sehr stark nach der bloßen Verwertung von Vermutungen in einem Buch an bzw teilweise sogar nach dem verzweifelten Versuch in irgendetwas unspektakuläres was spektakulär religionswissenschaftliches hinein zu interpretieren ums in diesem Text verwenden zu können. Irgendwann hab ich dann angefangen die wirklich fundierten Sachen auch in Zweifel zu ziehen und das für mich dann gleich darauf wieder zu dementieren da es offensichtlich richtig war, was ich auch wußte - blöder Nebeneffekt.
<BR>Fazit für mich: Ganz nett mal so eben zum durchlesen und vielleicht schon wegen der Bilder sehenswert. Die Beschreibung der Fundstücke war letztendlich alles was ich aus dem Buch gezogen habe, den Rest ziehe ich für mich in Zweifel.
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<BR>Wenns sonst noch jemand liest oder gelesen hat kann vielleicht noch was dazu gesagt werden.
<BR>
<BR>Liebe Grüße
<BR>Julia

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