Problematische Wurzeln des heidnischen Dualismus

Romane, Belletristik, Filmempfehlungen und Musikempfehlungen. Auch Offtopic bzw. mit und ohne heidnischen Hintergrund
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Markus Nicklas
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Problematische Wurzeln des heidnischen Dualismus

Beitrag von Markus Nicklas » 23.02.2020, 09:57

:) jetzt stecke ich mitten drin. Warum also aufhören mit der andauernden Enttäuschung? Wovon? Von allerlei trügerischen Annahmen irgendwelcher identitätsstiftender Begriffe, meiner Faulheit, mich von angeblich sinnvollen Zeichen, Bildern, Filmen zu verabschieden, Fehlern in der Jugend, grundlosen Annahmen und oberflächlicher Folklore. Manche haben mir gedient, mich eine Weile begleitet und mich gelehrt zu unterscheiden. Danke. Mein Verständnis möge weiterhin reifen. Ich habe den Groenbech selbst im Regal stehen. Und die propagierten Traditionen in Frage zu stellen, das ist eben oft mit Sentimentalität verbunden. Das ist eine persönliche Angelegenheit. So lange sie es bleibt, mag das angehen, sich wer weiß was irgendwohin zu tätowieren, doch offen mit verbrannten und mörderischen Begriffen aufzutreten ... ja, bitte, wofür ist dann die Öffentlichkeit gut?

Mich darin zu bestärken, dass ich "schon irgendwie ein Guter bin, der sich doch mal irren kann". Meine Freunde, dass sind die, die in der Lage, willens und im Stande sind, mir im sicheren Raum Rückmeldung zu geben. Möge ich darauf achten, die Gefühle, den Geschmack dieser, mir kostbaren Leute zu schützen und einsichtsvoll zu handeln, wenn sie es mir aufzeigen.

Ich freue mich, weiterhin in diesem Forum Beiträge zu teilen. Ob ich dem Eldaring angehöre oder nicht. :)

Danke an Karl Seigfried. Dank an "The Wild Hunt", die ihm den Raum geben, seinen Gedanken Ausdruck zu verleihen.

https://wildhunt.org/2020/01/column-inn ... alism.html
KS_groenbech.pdf
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Ich habe die von Siegfried zitierten Begriffe Groenbechs hoffentlich alle so belassen. Der Text ist nur einmal bearbeitet und deswegen 2-sprachig.

Rudi
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Re: Problematische Wurzeln des heidnischen Dualismus

Beitrag von Rudi » 23.02.2020, 20:32

Hiiilfe!
Und Einstein hatte recht: "Es gibt zwei Dinge die unendlich sind - das Universum und die Dummheit der Menschen; bei dem Ersten bin ich mir nicht sicher!"
Es ist erschreckend, wie uns die braune Suppe immer wieder auf den Teller schwappt - nur weil es zuviele Leute gibt, die nicht in der Lage sind selbst zu denken...
Nachdenkliche Grüße,
Rudi

P.S.: Danke für die Mühe der Übersetzung!!!
Freya und Sahsnot, helft uns den alten Glauben zu bewahren

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Markus Nicklas
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Re: Problematische Wurzeln des heidnischen Dualismus

Beitrag von Markus Nicklas » 26.02.2020, 07:24

Naja, nicht jeder hat die Zeit und das Motiv, seinen Ansichten auf den Grund zu gehen. Das ist schon okay. Allein den Wanen-Disput zu verfolgen und ansatzweise den verschiedenen Argumentationslinien zu folgen ist anstrengend für mich. Und ich tue das "nur am Rande". Da geht es so ans Eingemachte, dass mir schwindelig wird, wenn ich an die möglichen Konsequenzen denke. Denke? Besser gesagt: Ich halte meine Einbildung zurück. Und auch irgendwelche Mutmaßungen hier, in dieser Öffentlichkeit.

An einem Beispiel vielleicht etwas verdeutlicht: Ich hatte zwei Onkel, die sehr engagiert waren, die Bayreuther Festspiele zu finanzieren. Der Ältere hat in jedem Fall stark patriarchal ausgeprägte Ansichten vertreten, um es politisch korrekt zu sagen. Der jüngere Onkel (es waren vier Brüder inkl meines Vaters) hat sich moderater gegeben, war allerdings der begnadete Imitator des Gröfaz in meiner Familie. Meine Opposition gegenüber dem Bayreuther Spektakel war also hausgemacht. Das hat mir die für mich glückliche Begegnung mit Bazon Brock und Hartmut Zelinsky eingebracht. Es fällt mir sehr schwer Verständnis dafür auszubringen, wie es z.B. Daniel Barenboim schafft, Wagner zu dirigieren. :)

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Aethelstan1984
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Re: Problematische Wurzeln des heidnischen Dualismus

Beitrag von Aethelstan1984 » 26.02.2020, 14:44

Barenboim interpretiert Wagner trotz allem, sowie ich dem heidnischen Glauben trotz allem anhänge. Und damit meine ich nicht nur die Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten und ihren geistigen Nachfolgern, sondern auch all den inhumanen Sitten, die das historische Heidentum nunmal auch geprägt hatten. Wer das historische Heidentum verklärt, tut nichts anderes als jene Wagner-Jünger, die dazu bereit sind ihr Idol bei jeder Kritik in Schutz zu nehmen. Das funktioniert für Barenboim aber nur deshalb, weil Wagners Musik immer wieder neu interpretiert werden kann, sowie auch der heidnische Glaube den Weg in die Moderne finden kann. Der Protestantismus fasst diesen beständigen Interpretationsprozess in der Formel "ecclesia semper reformanda" gut zusammen. Dazu sind wir als Mitglieder eines heidnischen Vereins im 21. Jahrhunderts angehalten.
Heil Baldur, Heil Siegvaters Sohn,
der die Schöpfung wird leiten, wenn Wotan fällt
Heil dem Lichtbringer,
der noch rasten muss hinter Hels Pforten.

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