Runen im "Alltagsgebrauch"

Seidr, Runen, Magie ...
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Nebelkrähe
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Beitrag von Nebelkrähe » 13.03.2018, 12:52

Ja, eben so meinte ich das ja...vlt hat man bei ner bestimmten Rune im Kamm um Längere oder Schönere Haare gebeten, oder um Kopfläuse zu vertreiben oder hatte jemand massiven Haarausfall oder so...
Die Große Mutter wählt keine Seite und wertet die Taten der Menschen nicht. Sie IST einfach. Es liegt am Menschen ob er ihr Schaden zu fügt und damit sich selber oder nicht.

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Werdandi
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Beitrag von Werdandi » 14.03.2018, 10:01

Ganz so stimmt das nicht. Es sind verschiedene Futharks benutzt worden und auch nicht nur zur magischen Kennzeichnung. Manchmal stand einfach nur ein Name drauf oder wer den Gegenstand gemacht hat,bzw wer den Gegenstand besaß. Da empfehle ich mal Düwels Runenkunde. Dort sind viele Gegenstände aufgeführt ,mit Erklärung dazu.
[font='Comic Sans MS, sans-serif']Erst wenn die Drachen wieder frei fliegen, ist mein Tun in dieser Welt beendet. Dann kehre ich Heim zu dir,um die Fäden des Wyrd neu zu spinnen.[/font]

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Waldtochter
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Beitrag von Waldtochter » 14.03.2018, 10:48

Düwels Runenkunde kenne ich mir zur Genüge.

Welchen Runenfund würdest du denn als profan abtun?

Da es durchaus bekannt ist, welche magische Bedeutung dem Namen zugesprochen wurde, würde ich nicht davon ausgehen, dass es sich bei Namensnennungen um ein leichtfertiges "Kevin war hier" handelt.
Stichwort Hörner von Gallehus. Bei Weihehörnern aus Gold soll jemand einfach seinen Namen + "hat gemacht" hineinfabriziert haben? Halte ich für äußerst unwahrscheinlich.
[der Name], der von ihm [Runenritzer] selbst bewusst und offenbar tabuisierend, entstellt wurde, also eine verhüllende Namennennung darstellt, durch die verhindert werden sollte, dass ein Unbefugter den wahren Namen des Runenmeisters erkennen und dadurch Macht über ihn erhalten konnte.(Bügelfibel von Beuchte)
Klaus Düwel, Runenkunde ;)

oder auch
Dagegen [profane Deutung von Wagner] sprechen vor allem die Vermischung von Runen und Ornament und der Zweifel, ob überhaupt eine Frauenschelte runenschriftlich mitteilungswürdig ist. (Gürtelschnalle von Pforzen)
(ebd.)

Man beachte, dass eine Frauenschelte im jüngeren Futhark (auf Kefli z.B.) durchaus nicht überraschend wäre, was Düwel im entsprechenden Kapitel in großer Fülle belegt.
Zuletzt geändert von Waldtochter am 14.03.2018, 10:53, insgesamt 1-mal geändert.

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Werdandi
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Beitrag von Werdandi » 14.03.2018, 22:14

Ich habe nichts abgetan. Ich habe lediglich darauf hingewiesen,daß nicht jede Runenschrift magischen Charakter hat. Und ja, es gibt auch zumindest eine Inschrift, die sowas wie „Kevin war hier“ bedeutet. In der Hagia Sofia. „Halfdan war hier“ .
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Waldtochter
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Beitrag von Waldtochter » 15.03.2018, 17:43

Es sind verschiedene Futharks benutzt worden und auch nicht nur zur magischen Kennzeichnung.
In dem Fall hast du Recht, stimmt, das betrifft dann das Jüngere Futhark.

Ich sprach von Älteren Futhark, weil das Jüngere in der modernen Esoterik ja nur in Einzelfällen verwendet wird.

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