Runen im "Alltagsgebrauch"

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Nebelkrähe
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Runen im "Alltagsgebrauch"

Beitrag von Nebelkrähe » 05.04.2017, 07:03

Runen wurden ja häufig auf alltagsgegenständen wie Kämmen, Fibeln oder auch Waffen gefunden.

Wie ist das bei euch, kommen Runen bei euch im Alltag vor?

Beispielsweise hab ich in einem Buch über Runen gelesen, das mit dreimal Berkana geritzt um ein Schutz für kleine Kinder gebeten wird. Darum hab ich auch in die Bettgestelle meiner Kinder eben jeweils diese 3 Berkana eingeritzt.

Außerdem befindet sich auf der Rückseite meines "Amulettes" (siehe mein Avatarbild) die Kombination aus Ehwaz, Mannaz und Raido, zum einen weil diese schon von ihren Namen her in meine Gedankenwelt Passen als Pferd-Mensch(Mann)-Ritt/Reise, zum anderen ihre Bedeutung auch auf meine derzeitige Lebenssituation/Einstellung stimmig ist.

Am 3- Königstag der Christlichen Welt gibt's ja die Sternsinger, die von Haus zu Haus ziehen, die Hauseingangstür mit 20*C+M+B*17 bemalen und ein Verschen vortragen. Die Formel soll ja um Gottes Schutz und Segen für das Haus und "alle die da gehen ein und aus" bitten. Da ich das nun gern entfernen möchte, hab ich mich gefragt, ob nicht die Othala Rune an diese Stelle ihren Platz finden könnte und evtl weitere passende
Die Große Mutter wählt keine Seite und wertet die Taten der Menschen nicht. Sie IST einfach. Es liegt am Menschen ob er ihr Schaden zu fügt und damit sich selber oder nicht.

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TaJu7
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Beitrag von TaJu7 » 05.04.2017, 08:28

den sternsingern habe ich immer freundlich untersagt an meiner tür zeichen anzubringen, geschweige denn zu singen...auch wenn mein Neffe mit von der partie war...die jungs waren meistens froh ein haus weniger "abarbeiten" zu müssen ^^


ich verwende runen meistens bei ritualen an meiner heimischen feuerstelle...je nach ritual und gefühl ritze ich runen rund um das feuer...dabei sind die runen an verschieden gottheiten gerichtet, die dem ganzen beiwohnen sollen und manche runen sind auch direkt an meine verwandten gerichtet...

sonst sitze ich manchmal draussen und intoniere eine oder mehrere runen (das mache ich aber meistens alleine)

zum schutz verwende ich runen nicht, da gegen die schatten aus hel's hallen selbst die götter machtlos sind...

heil&segen

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Markus Nicklas
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meinen Satz hat mir mein Neffe aus Horn geschnitzt

Beitrag von Markus Nicklas » 07.04.2017, 08:41

ich habe sie für eine Weile tagtäglich geworfen (*Selbstgespräch: Geworfelt*) und ein Zeichen am Tag gesehen - die Tage gucke ich, woher ich rot zum Färben bekommen kann - wie haftet das in Horn? - sollte ich Farbe mit Wachs vermengen? - was für Farbe? Ocker? - es gibt keinen laden in Kassel, wo ich Ocker bekäme - in Göttingen? (*Sprechdenk*) - ich habe den Text von Kenneth Eriksson "in der Mache"

Hat jemand Ocker für mich, bitte?
:)
Markus (Adolfo Amadeus) Nicklas

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literatomorph
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Beitrag von literatomorph » 07.04.2017, 08:48

Moinchen,
Du bekommst roten Ocker zB gut bei Ralf und Martje und deren Beowulf shop. Ich vermenge den je nach Vorhaben mit Wasser oder Öl, manchmal auch Fett oder Wachs funktioniert bestens und hat viele Anwendungsmöglichkeiten im Ritual :thumbsup:
Die Götter wertschätzen den Ocker auch sehr, nach meiner Erfahrung. Ist ja auch ein sehr geschichtsträchtiges Gut.
Gruß
Philipp
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Nebelkrähe
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Beitrag von Nebelkrähe » 07.04.2017, 09:10

wie wäre es mit Roter Beete? das Zeug färbt auch gut. Oder ist das dann schon zu "Pink"?....Versuch macht kluch....
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Beitrag von Fafnir » 07.04.2017, 09:22

Ich habe roten (Siegel-)Wachs in die geritzten Runen gerieben und das Überschüssige Zeug abgewischt. Auf Knochen funktioniert das...
Vier gute Dinge sind auf der Welt:
altes Holz, um Feuer zu machen,
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Werdandi
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Beitrag von Werdandi » 07.04.2017, 10:31

Rote Beete hatte ich mal versucht auf Stein. Ging nicht wirklich. Ocker geht nach einer Zeit ab. Meine Runen sind mit Fingerspitzenblut gerötet. Ich will ja was von den Runen also muss ich auch was wertvolles geben. So meine Gedankengänge dazu.
[font='Comic Sans MS, sans-serif']Erst wenn die Drachen wieder frei fliegen, ist mein Tun in dieser Welt beendet. Dann kehre ich Heim zu dir,um die Fäden des Wyrd neu zu spinnen.[/font]

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Nebelkrähe
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Beitrag von Nebelkrähe » 07.04.2017, 10:40

Bleibt das dann auch Rot? oder oxidiert das dann in Richtung Braun?
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Beitrag von literatomorph » 07.04.2017, 10:45

Ich würde einfach ab und zu nachröten, egal ob nun Blut oder Ocker.
Gruß
Philipp
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Sólvindur
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Beitrag von Sólvindur » 07.04.2017, 11:25

Bei "Runen und Alltagsgebrauch" fällt mir ja zuerst und vor allem "Schreiben" ein. Ja, in der Tat, gelegentlich notier ich Dinge, die nicht jede*r gleich lesen können muss, in Kurzzweigen oder stablosen Runen. (Älteres Futhark kann ja jede*r :D )

Zum Blut - wer's noch nie getan hat - das wird schon eher dunkelrot-bräunlich-schwärzlich, und nicht knall- oder kirschrot. Und es verbleicht mit der Zeit. Bloß um evtl. Enttäuschungen vorzubeugen. Andererseits - nur wegen der Farbe wird das ja wohl auch kaum jemand tun. ;)
Heyd bün ik ny worn. Dat is my toustöd.

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Beitrag von Markus Nicklas » 07.04.2017, 16:17

danke an alle - ich schätze, dass ich mit ocker und Bienenwachs arbeiten werde. :)
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Beitrag von Nebelkrähe » 07.04.2017, 22:43

hmm, einen Satz Runen in Knochen zu fertigen, der Gedanke gefällt. Allerdings möcht ich das Zeug außenrum auch vorher selber gegessen haben :D . Ich glaub ich hab da noch ein paar Portionen Rehbraten ausm Heimischen Wald in der Truhe, da findet sich sicher was :)


Was meine oben genannten Absichten betrifft, das Christliche Zeug von meiner Haustür zu wischen, wurde ich von der Christlichen Regierung mit einem nachdrücklichen Verbot gerügt :S
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Beitrag von Werdandi » 08.04.2017, 09:47

Der sicherste Weg zur roten Rune ist,sie aus einem Ast der Eibe zu machen.Eibenholz ist im Kern rot. Ichbhab ein paar Äste da ,die trocknen noch. Hab das aber schon mal probiert.Sieht Hammer aus. Vor Allem, wenn die Scheiben schön poliert sind.
Auf meinen Weidenrunen ist das Blut recht rot geblieben. Es ist auch immer noch zu sehen,obwohl ich die nun schon ein paar Jahre nutze.
Was mich zum Gebrauch bringt. Ichbhab einen Satz aus hochgebranntem Ton, mit Ösenloch drin. Da trage ich dann mal eine Rune als Anhänger wenn ich für Etwas Unnterstützung brauche.
Ich hab mal gesehen,daß Jemand die Brettchen fürs Brettchenweben mit Runen gekennzeichnet hat. Finde ich eine prima Idee.




Zur Eibe nochmal. Eibe ist in allen Teilen giftig !!!!! ACHTUNG bei der Be- und Verarbeitung. Mundschutz und Schutzbrille tragen und Vorsicht mit Spänen und Schleifstaub !,,,,
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Göndul
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Ocker

Beitrag von Göndul » 19.04.2017, 21:24

[quote='Adolfo','index.php?page=Thread&postID=144853#post144853']was für Farbe? Ocker? - es gibt keinen laden in Kassel, wo ich Ocker bekäme - in Göttingen?[/quote]Ocker ist gut, gibt es in jedem anständigen Künstlerladen, weil es auch von Malern verwendet wird. Also mit Sicherheit irgendwo in Kassel oder Göttingen. Oder im Internet.
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Wahrheit ist
das Spiel der Fische
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der Wüste
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Waldtochter
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Beitrag von Waldtochter » 12.03.2018, 22:47

Runen wurden ja häufig auf alltagsgegenständen wie Kämmen, Fibeln oder auch Waffen gefunden.
Da wir Funde dieser Art v.a. aus der älteren Runenperiode (also Älteres Futhark) haben, kann man denke ich davon ausgehen, dass das keine einfachen Alltagsgegenstände waren, wo man auf einen Kamm mal eben "KAMM" geschrieben hat, sondern dass da durchaus kultisch-magische Zwecke dahinterstanden, die in ihrer Bedeutung wohl schwerwiegender waren als die langen Texte späterer Runensteine.

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