Runen im "Alltagsgebrauch"

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Waldtochter
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Re: Runen im

Beitrag von Waldtochter »

Die Quellen zu Thurisaz sind recht eindeutig:

Altnorwegisches Runengedicht:
(Riese) verursacht der Frauen Qual,
fröhlich werden wenige vom Übel.

Altisländisches Runengedicht:
(Þurs/Riese) ist Qual der Frauen, Bewohner der Klippen,
Gatte [der Riesin]

Schwedisches Runengedicht:
Riese [ist] der Frauen Qual.

In weiteren Quellen wird Thurisaz als schadenbringende Rune bspw. für Flüche verwendet. Jeder kennt die Strophe des Skirnirlied:

Einen Thursen ritz ich
und der Rune drei:
Argheit und Unrast
und Irresein;
so ritz ich's ab,
wie ich's ritze ein,
wenn es dessen bedarf.

Auf asentr.eu habe ich gerade nachgeschaut (es hätte mich erstaunt, wenn Ingmar dort eine so fahrlässige Information gegeben hätte), aber auch dort sehe ich nur negative Eigenschaften:
Kampf (auch mit ungerechten Mitteln), Gewalt, Vergewaltigung (im übertragenen wie sexuellen Sinne, s. Deutung der Form als Phallus), Brechen von Widerständen, Machtausübung, Zwang (s. Skirnirsmal)
Ich wollte mich das letzte Mal nicht allzu offensiv dazu äußern, aber die Rune Thurisaz ist als Schutzrune die denkbar ungeeignetste; erst recht für ein Mädchen.

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