Erwartungen an Runenbücher

Seidr, Runen, Magie ...
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Waldtochter
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Erwartungen an Runenbücher

Beitrag von Waldtochter »

Habe kürzlich ein Runenbuch geschenkt bekommen und trotz des vermuteten Esoterikanteils gelesen. Mein letztendliches Fazit war (mal wieder), dass es inhaltlich enttäuschend, hanebüchen und voller Falschinformationen ist. Habe mir daraufhin die Rezensionen auf Amazon durchgelesen und festgestellt, dass ich damit eher einer Mehrheit von positiv überraschten Lesern gegenüberstehe.
Ich könnte jetzt überheblich sagen, dass diese Leute einfach keine Ahnung haben und damit hat sich die Sache. Aber so einfach ist es meines Erachtens nicht.

Daher wollte ich mal hier in die Runde fragen: Wenn ihr euch ein Buch über Runen kauft, welche Erwartungshaltung habt ihr? Welche Themen müssen unbedingt besprochen werden, was dagegen überspringt ihr? Gibt es für euch No-Go's? Kauft ihr überhaupt Runenbücher? Welches Buch über Runen hat euch am meisten weitergeholfen und überzeugt und warum?

Ich meine an dieser Stelle esoterische Runenbücher. Wenn ihr euch ausschließlich auf wissenschaftliche Bücher wie Düwel, Krause, Arntz oder Elliott fokussiert, dann interessiert mich auch das (schreibt gerne darüber) - aber ich sehe sie als ein gänzlich anderes Genre.

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Aethelstan1984
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Re: Erwartungen an Runenbücher

Beitrag von Aethelstan1984 »

Ich hatte bisher kein Bedürfnis danach mir "Runenbücher" zu kaufen, da sich mir die Faszination nicht so ganz erschließt. Ich habe mich wissenschaftlich mit der Thematik befasst und kann deshalb mit den von dir genannten Autoren natürlich was anfangen, aber alle Werke die versuchen "Runenmagie" in der Gegenwart zu lehren, sind für mich uninteressant.
Heil Baldur, Heil Siegvaters Sohn,
der die Schöpfung wird leiten, wenn Wotan fällt
Heil dem Lichtbringer,
der noch rasten muss hinter Hels Pforten.

Solveigh
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Re: Erwartungen an Runenbücher

Beitrag von Solveigh »

Bis vor einem Jahr ungefähr kaufte ich mir mal das eine oder andere Runenbuch, ohne große Ansprüche daran zu haben. Es war einfach die Gewissheit, damit möchte ich mich eines passenden Tages beschäftigen. Und so staubten die Bücher im Regal vor sich hin.

Dann entdeckte ich den Gardenstone "Germanische Magie" bei meiner Freundin im Bücherregal. Oh, noch ein Runenbuch, muss ich mir mal ansehen, dachte ich mir. Sie sah mich und meinte, "kannste mitnehmen, ist deins". Ja, und da platzte bei mir der Knoten.

Es ist im zweiten Teil sehr ritualmagisch gehalten, was so gar nicht meins ist. Aber es enthält genug Hinweise darauf, wie ich weiter arbeiten kann. Wenn ich jetzt die anderen Bücher, die sich derzeit bei einer anderen Freundin befinden, nochmal ansehe, werde ich wahrscheinlich noch andere Hinweise finden.

Als Quintessenz kann ich sagen, jedes Buch hat seine positiven Seiten und Seiten, die nicht so zusagen. Das finde ich auch völlig okay so. Das ideale Buch für einen selber kann wahrscheinlich nur selbst geschrieben werden.

Tjoralf Andreason
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Re: Erwartungen an Runenbücher

Beitrag von Tjoralf Andreason »

Moin,

ich begann mit einem Buch, welches günstig war und so dermaßen sperrig und fast schon imperativ geschrieben ist (nur mit Feuersteinen Ritzen, es gibt nur diese oder jene Bedeutung, die einen dürfen nur so und so groß im Verhältnis sein), dass es mich schon nach gut 5 Seiten sehr gereuht hat, es erworben zu haben.

Das bisher wirklich beste Runenbuch für mich ist "Das Lied der Eibe" von Duke Meyer. Neue Denkansätze, tolle Zusammenfassungen, aufgelockert durch Kurzgeschichten, für mich schlüssige Erörterungen, kann ich gut mit umgehen.
Liebe Grüße aus der märkischen Heide :mrgreen:

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EE77
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Re: Erwartungen an Runenbücher

Beitrag von EE77 »

Hallo :)

ich denke beim Theme Runen, gerade wenn es in den esoterischen/magischen Bereich geht ist es nicht einfach etwas zu finden das einem zusagt bzw Erwartungen wirklich erfüllen kann. Gerade in diesem Bereich gibt es etliche Wiederholungen in Büchern, manchmal hat man das Gefühl verschiedenen Bücher wurden voneinander abgeschrieben. Die Bücher über Runenmagie die in die Tiefe gehen enthalten viel praktischen Teil, hier ist es sinnvoll das als Leitfaden zu nehmen und deine eigene Art und Weise zu entwickeln. Das geht am Anfang nicht einfach so, dass muss man ausprobieren und auf die Intuition vertrauen, auf die Führung der Runen selbst.
Es gibt grundlegende Bedeutungen und Richtungen der einzelnen Runen, die man sich im weitesten Sinne zusammenlesen kann, wenn man jedoch tiefer sich damit beschäftigen möchte bzw richtig darin eintauchen will, ist es unausweichlich dass du in die Meditation gehst oder dir eine Visionsreise mit Runenstationen schreibst.
Was für den Einen total unverständlicher Blödsinn ist hat für den anderen den Schlüssel zum goldenen Tor gegeben.
Es gibt viele Möglichkeiten sich die Runen näher zu erschließen, das sind aber alles Schritte die man in der Selbsterfahrung macht und schlecht von jemanden anderen übernehmen, bzw lesen kann.
Natürlich gibt es *Übungen* die man anwenden kann, das was dabei an Wissen oder Erkenntnis rauskommt kann aber je nach Person sehr unterschiedlich sein. Das heißt aber nicht, da das eine 'wahrer' oder 'falscher' ist.
Ich finde wenn man über etwa liest und daraus lernt ist das am Anfang sehr faszinierend, irgenwann kommt man aber an den Punkt indem man nichts mehr findet was den Erwartungen entspricht.. dann ist es wie wenn man sich ein Rezept immer wieder durchliest und es sich vorstellt, aber es nachzukochen und zu schmecken ist eine ganz andere Erfahrung.
Lieber Gruß,
Eva

volker
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Danke Eva

Beitrag von volker »

Was du hier zu den Runen schreibst trifft aus meiner Sicht auf fast alle anderen Belange des Heidentums ebenso zu.

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