Traumgedichte

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Mara
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Traumgedichte

Beitrag von Mara » 07.04.2019, 23:01

Hallo zusammen :)
Ich möchte hier ein paar meiner Gedichte mit euch teilen. Für Kritik oder Anregungen bin ich immer offen :wink:

Falls ihr meine Texte irgendwo verwenden wollt, fragt bitte vorher.

LG Mara 🕯️📝🕯️

Mara
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Re: Traumgedichte

Beitrag von Mara » 07.04.2019, 23:03

Der Bote

Rabe! Schneller, kluger Bote,
Bringst mir Kunde aus dem Krieg:
Doch… das blutbefleckte Tuch
Trägt des Unheils schwere Note,
Kündet nimmer unsren Sieg!

Rabe, sag mir, hat mein Ritter
Seine höchste Pflicht erfüllt?
Ist er nach dem blut‘gen Kampfe,
Tobend kalt und hoffnunsgbitter,
Schon ins Leichentuch gehüllt?

Rabe, treuer Wegbegleiter,
Putz dein staubiges Gefieder,
Nimm die Trauer fort von mir;
Meine Reise führt mich weiter,
Seine Seele find ich wieder.

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Ragin
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Re: Traumgedichte

Beitrag von Ragin » 07.04.2019, 23:24

Schön :-)

R.

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Markus Nicklas
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Re: Traumgedichte

Beitrag von Markus Nicklas » 08.04.2019, 08:53

Mara, gut. Weitermachen, bitte :)

Markus

Mara
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Der Schutzkreis

Beitrag von Mara » 08.04.2019, 17:19

Der Schutzkreis

Im tiefen dunklen Walddickicht
Liegt einsam, fremd und fern ein Ort,
Entbehrt das Licht,
Die Sonne bricht
An dichtem Blattwerk funkelnd sich
Und dringt doch nicht herab.

Ein alter grauer Baum hält Wacht,
Es schwirrt und summt das kleine Volk
Bei Tag und Nacht,
Das Blätterdach
Hält ab was blind und gierig macht;
Ein Pilzkreis wächst im Schatten.

An jenem Traumlandflecken Erde
Ist alles, was ich fürchte, fern
Und was ich hell entflammt begehre
Erfüllt die wilde, weite Leere
In Nimmerlanden meiner Seele:

Mara
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Schmetterling

Beitrag von Mara » 15.04.2019, 14:18

Schmetterling

Ein schwarzes Auge öffnet sich.
Noch lacht die Sonne durch die Kronen,
Doch diese Beute, die sich nähert,
Beschließt der Jäger, wird sich lohnen.

Langsam, in träger Arroganz
Öffnet das Raubtier seine Flügel
Und offenbart den bunten Glanz,
Der Falle ist- und Tod.

Die Beute starrt gebannt;
Und eh der Augenblick vorbei
Hat der Vampir der Zähne zwei
In frisches, zuckend' Fleisch gerammt.

Der Körper fällt, Blut tränkt die Rinde,
Ein sattes Schnurren tragen die Winde
Fort von dem tödlich bunten Ding.
Zurück bleibt nur der Schmetterling.

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Stefan
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Re: Der Schutzkreis

Beitrag von Stefan » 20.04.2019, 13:08

Mara hat geschrieben:
08.04.2019, 17:19
Der Schutzkreis

Im tiefen dunklen Walddickicht
Liegt einsam, fremd und fern ein Ort,
Entbehrt das Licht,
Die Sonne bricht
An dichtem Blattwerk funkelnd sich
Und dringt doch nicht herab.

Ein alter grauer Baum hält Wacht,
Es schwirrt und summt das kleine Volk
Bei Tag und Nacht,
Das Blätterdach
Hält ab was blind und gierig macht;
Ein Pilzkreis wächst im Schatten.

An jenem Traumlandflecken Erde
Ist alles, was ich fürchte, fern
Und was ich hell entflammt begehre
Erfüllt die wilde, weite Leere
In Nimmerlanden meiner Seele:
das gefällt mir sehr gut.
Liebe Grüße
Stefan

Mara
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Re: Der Schutzkreis

Beitrag von Mara » 23.04.2019, 10:45

Das freut mich sehr :) es ist entstanden, nach dem ich das erste Mal Samhain gefeiert habe.

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