Asatru - Die Rückkehr der Götter

Lyrik, Texte, Bilder und Musik aus dem Dunstkreis des Eldaring e.V.
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ThoDo
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Beitrag von ThoDo » 27.06.2013, 16:10

Ich Grüße euch!

Ich kann nur zustimmen,
das Buch ist sein Geld wert!!! :thumbsup:


Eine schöne Zeit
:thorisaz: :othala: ThoDo :dagaz: :othala:

Egal Woher Du Bist!
Egal Wie Du Aussiehst!!
Der Glaube Eint Uns!!!

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huginn und muninn
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Beitrag von huginn und muninn » 07.09.2013, 09:35

Ok das Buch ist von Inhalt her auch nicht anders, als die Bücher aus der WAS ist Was Reihe des Tessloff Verlags.
Und zwar hatte ich ein Buch
Was ist was, Band 062: Die Germanen.
Und der Inhalt des Buces hatte mich an das Buch aus der

Was ist was reihe des
Tessloff Verlags erinnert.
Also was ist in den Buch drin steht kann auch nichts neues sein was man nicht auch in den Was ist was Büchern wie

Was ist was, Band 062: Die Germanen von Hildegard Elsner,
oder
Was ist was, Band 055: Das alte Rom von Ernst Künzl schon gelesen hatte.
Oder in
Was ist was, Band 067: Die Völkerwanderung . Alle drei Behauptungen sind falsch.

1. Nicht ich bringe christliche Vorstellungen in das Heidentum, sondern
christliche Vorstellungen ähneln den entsprechenden heidnischen, weil
man die damals in der Missionierungszeit einfach übernommen hat (etwa
das Priestertum: Der Titel des Papstes „pontifex maximus“ war einst der
Titel den höchsten heidnischen römischen Priesters).

2. Meine Tierkreiszuordnung der Grimnismál-Verse unterscheidet sich in
allen Zuordnungen von denen der Armanen. Die Tierkreisbezüge wurden auch
schon von F. J. Mone (1822) beschrieben. Wenn man also dieses Eddalied
mit Tierkreisvorstellungen verbindet, dann macht man etwas, was auch
Forscher schon ein Jahrhundert vor den Armanen getan hatten und auch
heute noch tun (z. B. im Museum Þjóðmenningarhus in Reykjavik). Außerdem
wird mir vorgeworfen, daß ich die Runenübungen in meinem Runenbuch
habe. Hmm, die hat aber auch ein anderer prominenter Heide verwendet:
Edred Thorsson, selbst Mitglied des „Ring of Throth“ – ist nun der „Ring
of Throth“ ariosophisch und der „Eldaring“ damit auch? Sein
MitgründerChristian Bartel schrieb mir immerhin, daß er Edred Thorssons
Schriften anerkenne und deswegen den Eldaring gründen würde (die Briefe
sind noch vorhanden).
Man sollte sich solche Bücher nicht ins Haus holen. Wenn man den
Hintergrund von ER und RoT kennt (Stichwort: Thorsson), dann weiß man
auch warum. Die Gegner des Heidentums versuchen systematisch, es zu
zerstören, geben aber vor, selber Heiden zu sein. Geschickte Taktik, und
viele fallen darauf rein. Loki ist listig und weiß seine Leute zu
sammeln, um gegen die Götter zu ziehen.
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Ruebenharald
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Beitrag von Ruebenharald » 07.09.2013, 14:23

Deppo schrieb:

"Man sollte sich solche Bücher nicht ins Haus holen. Wenn man den Hintergrund von ER und RoT kennt (Stichwort: Thorsson), dann weiß man auch warum. Die Gegner des Heidentums versuchen systematisch, es zu zerstören, geben aber vor, selber Heiden zu sein. Geschickte Taktik, und viele fallen darauf rein. Loki ist listig und weiß seine Leute zu sammeln, um gegen die Götter zu ziehen."

Aber er hat das Buch ins Haus geholt, um es zu lesen & zu rezensieren. Dann ist er ein Depp.
Oder er hat es nicht gelesen, nur rezensiert. Dann ist er ein Depp.

Das Beste: Loki ist ein heidnischer Gott. Wenn man an Loki glaubt, um gegen die anderen Götter zu ziehen, dann ist man Heide. Aber solche einfachen Schlüsse entgehen Deppo.

Seufz. "Gegen Dummheit streiten Götter selbst vergebens."

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Carda
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Beitrag von Carda » 07.09.2013, 15:30

-
Zuletzt geändert von Carda am 21.11.2013, 16:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Ylva
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Beitrag von Ylva » 07.09.2013, 23:12

[quote='huginn und muninn','index.php?page=Thread&postID=125365#post125365']
...
2. Meine Tierkreiszuordnung der Grimnismál-Verse ...
...Außerdem
wird mir vorgeworfen, daß ich die Runenübungen in meinem Runenbuch
habe. Hmm, die hat aber auch ein anderer prominenter Heide verwendet:
Edred Thorsson, selbst Mitglied des „Ring of Throth“ – ist nun der „Ring
of Throth“ ariosophisch und der „Eldaring“ damit auch? Sein
MitgründerChristian Bartel schrieb mir immerhin, daß er Edred Thorssons
Schriften anerkenne und deswegen den Eldaring gründen würde (die Briefe
sind noch vorhanden). ...[/quote]Sag mal, wenn du Bücher schreibst, dann verstehe ich nicht, warum du die Titel derselben nicht angibst, wenn du dich darauf beziehst, denn nicht jeder, der hier liest weiß wer du bist. Ich bin hier seit 10 Jahren im Forum angemeldet, habe aber keine Ahnung wer du bist, und was du bisher veröffentlicht hast.

Liebe Grüße,
Ylva

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huginn und muninn
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Beitrag von huginn und muninn » 08.09.2013, 10:52

Beitrag von Geza v. Nemenis Sprachrohr: "Hugin und Munin. Der Text ist offensichtlich von Geza, der hier gesperrt ist: [zur Info - krischan]

Leute vom ER, die die Primärquellen nur wenig kennen, sind natürlich auf
die Ergebnisse von Forschern angewiesen, sonst bleibt ja praktisch gar
nichts mehr. Statt einer Überlieferung von den Göttern gibt es
Sekundärdarstellungen von Forschern.

Und sie verstehen nicht, daß Forscher eine ganz andere Zielsetzung
haben, als ich. Es geht mir eben nicht darum, die Religion der Goten im
4. Jh. oder die der Vikinger im 9. Jh. zu erforschen. Es geht mir darum,
authentische heidnische Zeremonien, Bräuche und Glaubensvorstellungen
zu haben, egal aus welcher Zeit. Ich betreibe kein Reenactment und auch
keinen Mittelaltermarkt, keinen Mummenschanz und auch keine romantische
Schwärmerei. Wenn ich eine heidnische Zeremonie der Wasserweihe eines
Neugeborenen finde, die von christlichem Einfluß frei ist und den
spirituellen Anforderungen genügt, dann gehört diese zu unserm
Altheidentum dazu, egal ob sie bei Caesar, Tacitus, Jordanis oder Kormak
überliefert wurde. Wichtig ist nur, daß sie "wirkt", daß also so ein
Ritual etwas bei dem Kinde bewirkt, daß es also eine erprobte Zeremonie
ist, die unsere göttersichtigen Vorfahren uns hinterlassen haben. Nur
darum geht es, nur der Erfolg zählt. Und der kann bei christlichen
Zeremonien nicht eintreten, da es diese christlichen Gottheiten nicht
gibt und die Zeremonien nicht durch hellseherische Menschen über
Generationen erprobt sind, weil eigene Visionen und spirituelle
Erfahrungen beim Christentum nicht akzeptiert sind (in den seltensten
Fällen wird so etwas anerkannt).

Für mich sind also Primärquellen wichtig, viel wichtiger, als
Forschertheorien. In den Primärquellen fand ich auch den Namen von Tyrs
Gemahlin, und da ich an den Gott Tyr real glaube, ist mir so eine
Information besonders wichtig. Hingegen interessiert mich gar nicht,
wenn Simek das Eddalied Skirnismál als mittelalterliches Auftragslied
der Ynglingenkönige ansieht, daß sie dichten ließen, um ihre Herrschaft
über die Lappen zu bekräftigen. Diese Theorie findet sich z. B. in
neuerer Literatur - ich habe sie durch Anfügung celtischer
Parallelüberlieferungen eh längst widerlegt. Diese ahnungslosen Neuheiden erwarten immer eine wissenschaftliche
Darstellung des Heidentums. Das war nie meine Absicht, denn die
Zielsetzung ist eine andere. Ich kann also den gotischen Jultanz, in dem
die Wiedergeburt des Ebers erwähnt wird (Goten in Byzanz, 6. Jh.) mit
Überlieferungen von Freys Eber (Edda, Island, 11. Jh.) zusammenbringen.
Dazu kann ich das Lied, was in Oxford beim Hereintragen des Eberkopfes
zu Weihnachten üblich war, kombinieren (England, im 17. Jh. beschrieben)
und das Ganze mit den Bräuchen der Gelübde auf den Jul-Eber (Hervarar
saga, Vikinger, 13. Jh.) und schwedischen Julgelübdebräuchen (18. Jh.)
verbinden.

Weder muß ich mich dazu äußern oder behaupte, daß die Goten des 6. Jh.
schon Julgelübde auf einen Eber ablegten, noch behaupte ich, daß die
Vikinger des 13. Jh. den gotischen Jultanz kannten oder das englische
Lied bem Hereintragen des Eberkopfes dort üblich war.

Ich kombiniere hier nur unterschiedliche heidnische Überlieferungen aus
unterschiedlichen germ. Regionen und Zeiten. Jede dieser
Überlieferungen, jeder dieser Bräuche ist authentisch, aber die
Zusammenstellung in dieser Form stammt von mir, ist meine
Interpretation. Ziel ist eben nicht die heidnische Religion der Goten im
6. Jh. oder der Vikinger im 11. Jh. zu rekonstruieren, Ziel ist es,
authentische germ. heidnische Bräuche zu haben, die man auch heute noch
praktizieren kann und die in ihrer Zusammenfügung ein homogens Bild
bilden, welches inhaltlich wirksam, d. h. stimmig und richtig ist.
Vielleicht hatten die Vikinger beim Hereinbringen des Julebers ein
anderes Lied, als das, was sich in England erhalten hat oder sie hatten
dasselbe, aber natürlich in einer viel älteren Fassung. Dieses Lied ist
dann aber eben leider nicht erhalten, so daß wir uns mit der erhaltenen
Fassung begnügen müssen. Der Erfolg des Kultes ist dadurch nicht
gefährdet, d. h. Freyr wird unsere Bitten nicht überhören, nur weil wir
die erhaltene englische Liedfassung verwenden, statt der Fassung, die
viellecht vor 1000 Jahren üblich war, die wir aber nicht kennen.



Die Zusammenstellung dieser einzelnen aus verschiedenn Zeiten und
Regionen stammenden Mosaiksteinchen zu einem Gesamtbild setzt allerdings
eine Kenntnis des ursprünglichen Bildes voraus. Ohne diese Kenntnis
besteht die Gefahr einer fehlerhaften Zusammenstellung. Diese Kenntnis
verdanke ich meinen spirituellen Erfahrungen im Kontakt zu Göttern und
Disen, meine Gegner tun das als "esoterische Wunschvorstellungen" oder
ähnlich ab, weil sie ja nicht über diese Kontakte zu den Göttern
verfügen. Das am Ende der Rekonstruktion erscheinende Mosaikbild verfügt
dann über alte, verblaßte Mosaiksteinchen genauso, wie es relativ neue
beinhaltet; auch einzelne Lücken sind noch vorhanden, doch wenn man das
Bild im Ganzen sieht, weiß man in etwa, was in den Lücken einst zu sehen
war. Wie man z. B. bei alten, unvollständigen Fresken oft sehen kann,
was an den zerstörten Stellen einst war. Wichtig ist, daß das Bild
erkennbar ist. Dieses Bild nur und ausschließlich mit alten
Mosaiksteinchen zu rekonstruiren, würde nicht gehen, es würde sich das
Bild nicht erschließen, weil es zu wenig der alten Mosaiksteinchen gibt.



Weil nun diese Neuheiden diese Kenntnis des Gesamtbildes nicht haben, da
sie weder wirklich an die Götter glauben, noch mit Ihnen in Kontakt
stehen (sie hängen ja eher bei den Dämonen herum), können sie meine
Rekonstruktion des Altheidentums nicht nachvollziehen und nicht
verstehen. Dazu kommt, daß sie die Primärquellen kaum kennen. Somit sind
sie auf die Ausarbeitungen der Wissenschaftler angewiesen und klammern
sich dogmatisch daran, wie der Moslem an den Koran. Sie haben deswegn
kein Gesamtbild, sondern kennen bestenfalls Teilbilder, die auf
Interpretationen von Wissenschaftlern beruhen und alle paar Jahre
verworfen werden.
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Ulrike
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Beitrag von Ulrike » 08.09.2013, 11:44

Na, drei Mal darfst du raten, Ylva. ;) Und er ist nur deshalb noch nicht erneut gesperrt, weil er sich so herrlich selber demontiert.

Liebe Grüße
Ulrike

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GermanHeretic
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Beitrag von GermanHeretic » 08.09.2013, 12:24

Man darf an diesem Buch nicht übersehen, daß es von mehreren Autoren verfaßt worden ist. Das merkt man deutlich beim Lesen, Diktion und Intention variieren von Kapitel zu Kapitel.
Ich persönlich finde den ersten, geschichtlichen Teil (Kap. 1-7) äußerst lehrreich, den Teil über die Götter (Kap 8-20) so halb/halb. Manche Aussagen dort finde ich etwas an den Haaren herbeigezogen, aber da es offensichtlich den Vorstellungen des jeweiligen Autors entspricht, nicht weiter wild. Daran sieht man übrigens, daß es (modern) heidnischer kaum geht, denn eine vorgegebene dogmatische Linie ist dort nicht zu erkennen.
Den Teil über die Wesen der niederen Mythologie finde ich fürchterlich, lustigstes Beispiel die Wodka liebenden Hauskobolde, wenn man die Speise neben einen Ofen stellt (S. 404). Ja, so einen Hauskobold habe ich auch, er nennt sich Physik, 3. Klasse. Am Ende über die Tugenden und imAusklang wird es dann m.E. noch mal richtig gut.
Im ganzen ist es gelungenes Werk, und wie im Heidentum üblich muß man ja nicht zu allem Ja und Amen sagen, was darin steht.
???? ???? ????, ?? ?????. Von den Göttern sage: sie sind. (Bias von Priene) - Literaturtipp: Aufgeklärtes Heidentum

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Ruebenharald
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Beitrag von Ruebenharald » 08.09.2013, 20:23

Wie schrieb der Heidenpapst: "Weil nun diese Neuheiden diese Kenntnis des Gesamtbildes nicht haben, da sie weder wirklich an die Götter glauben, noch mit Ihnen in Kontakt stehen (sie hängen ja eher bei den Dämonen herum), können sie meine Rekonstruktion des Altheidentums nicht nachvollziehen und nicht verstehen."

Also: Rekonstruktion des Altheidentums = Kontakt mti den Göttern & Glauben an sie. Hätte ich das gewusst, dann hätte ich nicht Geschichte studieren müssen, sondern hätte durch den Glauben einfach all das Wissen erhalten, was man mir bis zum Magister eingetrichtert hat. Oder andersherum: Hier vermischt jemand sehr un-geschickt Wissen mit religiöser Erfahrung. Seufz.
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Ragin
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Beitrag von Ragin » 09.09.2013, 15:11

[quote='Ylva','index.php?page=Thread&postID=125379#post125379']...dann verstehe ich nicht...[/quote]Ich glaube, von dem was unser aktueller Forentroll hier immer von sich gibt, musst Du auch nichts verstehen. Hake es einfach unter "Dinge, die die Welt nicht braucht/keiner wissen will" ab. ;)

R.

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Hedniskhjärtad
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Beitrag von Hedniskhjärtad » 09.09.2013, 15:39

Vielleicht geht er selbstverständlich von der Annahme aus, dass man als Asatruar den Allsherjagoden kennen müsste, egal hinter welchem Pseudonym er sich versteckt. :)

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Boulway
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Beitrag von Boulway » 09.09.2013, 23:06

Hallo zusammen,

Zur Klarstellung.
Der Benutzer "Huginn und Muninn" ist nicht GvN sondern ein anderers Mitglied / Nutzer des GGG Forums namens Tom Bombadil.

MFG
Boulway

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Carda
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Beitrag von Carda » 10.09.2013, 08:07

-
Zuletzt geändert von Carda am 21.11.2013, 16:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Ulrike » 10.09.2013, 12:02

Danke, Boulway. H&M - wenn du GvN zitierst, dann mach das doch bitte auch so kenntlich. Wenigstens höflich kannste doch sein, wenn schon nicht geistreich.

Carda - du hast natürlich völlig recht, aber so viel gesunder Menschenverstand ist da wohl nicht zu erwarten.

So, und hiermit rufe ich mich selbst auch zur Ordnung und bitte um konstruktive oder wenigstens nicht-polemische Kritik und/oder Lob und Preis zum oben genannten Buch. ;)

Liebe Grüße
Ulrike

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huginn und muninn
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Beitrag von huginn und muninn » 10.09.2013, 18:05

Beitrag von Geza v. Nemenis Sprachrohr: "Hugin und Munin. Der Text ist offensichtlich von Geza, der hier gesperrt ist:
Der nächste indirekte Geza Beitrag wird ins Trollhaus verschoben.
[zur Info - krischan]
---

Die amerikanische Mutterorganisation "the Troth" hat übrigens diese Netzseite:
http://www.thetroth.org/
Dort gibt es auch ein Kontaktformular, und wenn sich viele Heiden über
die willkürliche böswillige Ergänzung von deren Buch in der dt. Fassung
durch Oertel beschweren, dann hat das sicher auch eine positive Wirkung.
Dann der Vorwurf der Ariosophie. In dem Bereich des Heidentums gibt es
oft Namen, zu denen unterschiedliche Deutungsversuche vorliegen, das ist
ganz normal. Jeder Forscher favorisiert seine eigenen Deutungen. Und es
ist auch Tatsache, daß Ariosophen Dinge gedeutet haben, meist sehr
unwissenschaftlich. Die Einordnung einer bestimmten Deutung als
"ariosophisch" oder nicht ist dabei dann sehr willkürlich, wenn es um
relativ glaubwürdige Deutungen geht. Oertel nennt als ein Beispiel meine
Deutung von "Ragnarök" als "Gericht der Götter" und schreibt:

>Auch die ariosophische Lehre, es handele sich bei der Edda um
verschlüsseltes Wissen in symbolischer Form, dessen Inhalte
ausschließlich esoterisch zu deuten seien, wird durch Neményi bis heute
nachhaltig vertreten (Quelle: http://www.germanische-glaubens-gemeinsc...reedda.htm
), wozu auf Grund der ihm eigenen spirituellen Kraft natürlich wiederum
nur er selbst befähigt ist. So wird z. B. Ragnarök zu einem in
christlichem Sinn "Jüngsten Gericht" durch die nun als allmächtig und
unsterblich gedachten Götter umgedeutet (...) Eine solche esoterische
Verschlüsselung nach der Vorgabe Lists weitet er auch auf den Kult aus
...<Hier ist so ziemlich alles falsch. Wer die erwähnte Seite der GGG
aufruft, die wir seit Jahren nicht verändert haben (nachdem Ronny
ausgetreten ist und wir niemand mehr haben, der sich mit dieser
Programmierung beschäftigt), erkennt, daß wir nirgends davon geschrieben
haben, daß die Edda verschlüsseltes Wissen in symbolischer Form sei.
Die Edda ist eine Sammlung von Mythen und diese Mythen können - wie alle
Mythen - gedeutet werden auf verschiedenen Ebenen. Und daß dazu nur ich
in der Lage sein sollte, ist völliger Unsinn, ja eine böswillige
Unterstellung.

Und meine Deutung von "Ragnarök" ist weder ariosophisch, noch habe ich
es jemals als "Jüngstes Gericht" gedeutet. Der Oertelsche Text aber legt
nahe, daß ich genau das getan hätte. Im Gegenteil habe ich mich dagegen
gewehrt, daß es in diesem christlichen Sinne gedeutet wird. Ich habe
diese Übersetzung gefunden und veröffentlicht, drei Jahre später taucht
sie bei Prof. Simek auf. Wer will, kann das hier in unserem Forum
nachlesen: http://www.ggg-world.net/forum/showthrea...%C3%B6tter

Ich hatte zwar darauf hingewiesen, daß das christliche "Jüngste Gericht"
ähnlich sei, aber nicht behauptet, daß die Edda von Christen etwas
übernommen habe:

>Das finden wir in anderer Form auch im Christentum als "jüngstes
Gericht", aber auch in der Mythologie der Avesta gibt es jenseitige
Seelengerichte. Eine Übernahme der christlichen
Weltgerichtsvorstellungen in das Heidentum, unter Änderung auf die
Götter (statt auf Christus) ist sehr unwahrscheinlich. Wahrscheinlich
ist hier eine eigene Vorstellung vorhanden, die sich auch bei den
anderen indogermanischen Religionen findet und von dort auch ins
Christentum gekommen ist.< ( http://www.ggg-world.net/forum/showthrea...%C3%B6tter )



Obwohl also Prof. Simek meine Deutung übernahm und sie heute (im
Gegensatz zu der Zeit vor 2004) verwendet, sie also wissenschaftlich
betrachtet "neuester Stand" ist, wird mir vorgeworfen, jüngere
wissenschaftliche Literatur und Erkenntnisse zu ignorieren. Richtig ist
wohl eher, daß Oertel derartige neue Erkenntnisse ignoriert, denn sonst
hätte er ja wohl die neueste Deutung (von mir und Prof. Simek)
übernehmen müssen. Statt sich also zu freuen, daß ich dieses Wort
endlich sinnvoll gedeutet und damit das Heidentum bereichert habe und
diese Deutung durch Simeks Übernahme wissenschaftlich anerkannt wurde,
findet man nur Spott bei ihm. Das ist peinlich und zeigt die
Argumentationsresistenz dieser Leute. Wenn eine Deutung von mir stammt,
dann darf man sie nicht gutfinden oder gar übernehmen, selbst wenn das
die Wissenschaftler tun, denn Gezas Deutungen sind gefälligst immer
unwissenschaftlich, christlich, ariosophisch.Ein germanisches "Jüngstes Gericht" kann nur "Jahresabschluß - besser
Züklusabschlußbilanz sein, wo eigentlich die Menschheit insgesammt durch
ihr frevelhaftes Mittun dies notwendig machte. Jeder bekommt sein
Urteil, aber eigentlich steht fest, das die stoffliche menschliche Masse
per Sensenhieb ins Jenseits befördert wird...und meinem Denkansatz,
dann die Götter neue Mythen durch ihr neues Handeln "erfinden" um zu
schauen, obs diesmal länger hält *ggg*.

Der Zyklus wird nicht beendet, sondern jeder hat keine Zeit, beim
anderen zur Beerdigung zu kommen, weil er/sie selber die eigene
Hauptrolle in seiner Beerdigung spielt und so verhindert ist *ha, ha ,
ha*Ich finde es auch immer wieder sonderbar, wenn fremde Heidengruppen
bzw.eher einzelne Mitglieder dieser Gruppen, Geza vorwerfen er
beanspruche eine Deutungshoheit. Ich habe Geza selbst auf vielen Festen
an einigen Heiligtümern selbst getroffen und ich weiß gar nicht mehr wie
oft ich dabei von ihm, wenn er uns religiöse Deutungen aus seiner Sicht
erklärte, hörte, : " Wir wissen es eben heute nicht mehr, oder wir sind
uns leider nicht sicher zu bestimmten Themen." Das gerade zeichnet ihn
ja aus, daß er ganz offen zugeben kann eben nicht alles deuten und
wissen zu können, ganz im Gegensatz zu anderen Heiden, die ja
tatsächlich meinen, zu jedem Sachverhalt eine Deutung geben zu müssen.
Daß Geza seine Meinung zu den Punkten, die er meint deuten zu können,
offen und anständig vertritt, bleibt davon unberührt, daß muß man von
einem Goden, gleich aus welcher Heidenrichtung, auch erwarten dürfen. Es
ist ohnehin erkennbar, daß sich ganz oft Kritik weniger an Gezas
Deutungen, als mehr an seiner Person entzündet. Dies läßt mich oft
vermuten, daß die Kritik nur der Kritik wegen getätigt wird und
eigentlich gar nicht als Diskussionsbeitrag gemeint ist.
Ich bin noch am Anfang, wo es um die verschiedenen Zeitabschnitte geht.
Da ist eigentlich nichts zu kritisieren, das ist eine nüchterne
Darstellung, wie man sie in jedem Buch über das Thema findet. Zugegeben
langweilig.

Auf Seite 59 steht, daß Tiwaz einst Himmelsvater der Germanen war - das ist durch nichts zu belegen, ich bestreite es.

und dann scheinen die Flußnamensforschungen von Prof. Udolph noch nicht
berücksichtigt worden zu sein, der ja wegen dieser Namen das
Herkunftsgebiet der Indogermanen als Mitteleuropa (zwischen Thüringen
und Mecklenburg) bestätigt und somit allen Einwanderungstheorien
widerspricht.

Aber diese Darstellungen sind sicher schon im Originaslbuch gewesen und stammen nicht von Oertel.

Der selbsternannte "Warder of the Lore" Oertel hat einen relativ
sachlichen und im Wesentlichen der Forschung entsprechenden Text
vernünftiger Heiden aus den USA schamlos ausgenutzt, um seinen
persönlichen Haß auf mich einzubringen und in diesem Rahmen aufzuwerten.
Das werfe ich ihm vor.
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