Herdfeuer 33

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Diskussionen und Mitteilungen zu unserer Zeitschrift
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Juana
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Herdfeuer 33

Beitrag von Juana »

Gestern lag die neue Zeitschrift in meinem Briefkasten.

Das neue Outfit finde ich sehr ansprechend. Farbig, aber nicht knallig bunt, sondern stimmungsvoll. Dazu passten die wie immer harmonisch und doch die Gedanken herausfordernden Ornamente auf Seite 3 und auf der letzten Seite.

Selbstverständlich habe ich noch nicht die ganze Zeitschrift durch. Man isst ja schließlich auch eine Pralinenschachtel nicht auf einmal leer. Aber das, was ich bisher gelesen habe, war sehr informativ und bereichernd.

Der Artikel über die Erlebnisse mit Kindern zu Ostara ist frisch, anschaulich und humorvoll geschrieben. Da werden Erinnerungen wach an eine eigene Teilnahme am Ostereier-Bemalen vor einiger Zeit.

Die Gedanken zum Otter waren erhellend. Richtig, mir fehlt einiges an der lockeren Lebenseinstellung dieses Tieres. Muss mal länger darüber nachdenken...

"Gegen das Schweigen": Ein Gedicht, das eindeutig Stellung bezieht. Und das auffordert, ebenfalls Stellung zu beziehen. Das sollte dann aber möglichst unaufdringlich und keineswegs missionarisch geschehen.

Beeindruckend: "Der Brautkauf". Hier sind viele Informationen über alte Sitten und deren Bedeutung enthalten. Mich überfiel eine richtige Gedankenflut zum Thema Geschenke. Intensiv wird auf das Thema Beziehung in der Ehe eingegangen. Auch wenn man wenig Zeit hat: dieser Artikel erweitert wirklich den eigenen Horizont und ist es wert, mehrmals gelesen zu werden.

Erster Eindruck: ein rundum gelungenes Werk! Vielen Dank an alle, die daran mitgewirkt haben.

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Michelson Fjölnir
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RE: Herdfeuer 33

Beitrag von Michelson Fjölnir »

Mir gefällt das neue Outfit überhauptnicht. Sieht aus wie ein Blackmetal Fanzine mit paganem Schwerpunkt. Vieleicht bin ich aber auch vorbelastet...
Vorher wirkte es (zumindest auf mich) seriöser, umweltfreundlicher und professioneller.

Besonders gut hat mir diesmal der Artikel "Odin und der Buddha" gefallen. Sehr inspirierend, mut machend und in einigen Begrifflichkeiten auch erheiternd.
mein herzlichster Dank gebührt dem Autor und dem Übersetzer!
Von der Schulter dir schiebe, was falsch dir erscheint - Du selber leite dich selbst!


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Eol
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RE: Herdfeuer 33

Beitrag von Eol »

Ich persönlich bin sehr angetan vom neuen Umschlag-Layout. Schaut wesentlich stimmiger und professioneller aus.
Ein großes Lob an Ines für den schönen Oster-Exkurs, sowie Kurt's Quellenbetrachtungen - ich bin auf die Fortsetzungen gespannt.
Besonders essentiell für mich in dieser Ausgabe aber Andreas' angepasster Artikel zur Firnen Sitte. Komprimiert und auf das Wesentliche fokussiert eine hervorragende Zusammenfassung der Thematik. Prima und wichtig.

Also wieder mal eine sehr gelungene Ausgabe - vielen Dank an die Redaktion und alle Mitwirkenden :)
Wenn ich einer Untergrundkultgemeinschaft beitrete, erwarte ich Unterstützung von meiner Familie! (Homer Simpson)

www.firne-sitte.de - Eldaringstammtisch Dresden

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ruumiinraiskaaja
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RE: Herdfeuer 33

Beitrag von ruumiinraiskaaja »

Moin Nachricht von der strebsamen ruumi ;)

Ich habe meine Lerntätigkeit unterbrochen um folgendes kurz loszuwerden:
Sagum schrieb:
Mir gefällt das neue Outfit überhauptnicht. Sieht aus wie ein Blackmetal Fanzine mit paganem Schwerpunkt. Vieleicht bin ich aber auch vorbelastet...
Vorher wirkte es (zumindest auf mich) seriöser, umweltfreundlicher und professioneller.
Dem kann ich überhaupt nicht zustimmen. Ich finde das neue Layput super! Ich war richtig positiv überrascht und erfreut. Jetzt sieht es seriöse, professioneller aus. Umweltfreundlicher vielleicht nicht, aber es sieht besser aus. :)

Mir haben die Quellen sehr gut gefallen. Odin und Buddha habe ich leider bisher noch net lesen können.

Eine Bitte noch an den Versand: Schreibt bitte drauf, dass die Post das nicht knicken oder rollen soll! Bei mir wird das immer in die Zeitungsrolle gequätscht, dabei ist im Briefkasten genug Platz... Jetzt hat mein Exemplar auf der Rückseite eine Knickfalte. :(

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Freyja_
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RE: Herdfeuer 33

Beitrag von Freyja_ »

Als ich Heute von der Ostarafeier zurückkam, habe ich die Herdfeuerzeitung im Briefkasten vorgefunden *freu*

Persönlich finde ich das neue Umschlag-Layout sehr schön, mit gefällt es.

Ich habe jetzt erstmal nur durchgeblättert, da ich immer noch mit einem Fuß auf Burg Bilstein bin.
Reingeschnuppert habe ich aber schon in dem Artikel über den Brautkauf - bis jetzt - sehr gut.
Ab Morgen wird die neue Herdfeuerausgabe mein ständiger Begleiter sein ;)

Vielen Dank an alle Mitwirkenden und der Redaktion!

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myrrdin
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RE: Herdfeuer 33

Beitrag von myrrdin »

Tolles neues Design! Den Inhalt hab ich mir noch nicht einverleibt, bin aber schon volle gespannt!!!
@Sagum: was für BlackmetalFanzine liest Du denn? die scheinen ja sehr brav zu sein :P oder meinst du WhiteMetal? *duck und weg*

Myrrdin
Für den Triumph des Bösen reicht es,
wenn die Guten nichts tun.
E. Burke (1729 - 1797)

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ruumiinraiskaaja
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RE: Herdfeuer 33

Beitrag von ruumiinraiskaaja »

myrrdin schrieb:
Tolles neues Design! Den Inhalt hab ich mir noch nicht einverleibt, bin aber schon volle gespannt!!!
@Sagum: was für BlackmetalFanzine liest Du denn? die scheinen ja sehr brav zu sein :P oder meinst du WhiteMetal? *duck und weg*

Myrrdin
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lynxaett
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RE: Artikelübersicht und Inhalt Herdfeuer 33

Beitrag von lynxaett »

Zunächst herzlichen Dank für die freundlichen Kritiken zur neuen Herdfeuer-Ausgabe bisher!
Die "Herdfeuer"-Zeitschrift hat sich ja - neben der Website - zu einem der wichtigsten "Aushängeschilder" des Vereins entwickelt, und über die Zeitschrift ist schon manch einer erstmals in Kontakt mit unserem Verein gekommen. Um einer solchen Funktion gerecht zu werden, bedarf es neben inhaltlicher Vielfalt und eines durchgehend hohen Niveaus der Beiträge auch einer gelegentlichen formalen und ästhetischen Modernisierung der Heftgestaltung. Deshalb haben wir der "Herdfeuer" ab dieser Ausgabe mit einem farbigen Umschlag ein neues und zeitgemäßes Gesicht gegeben, wobei das Layout zwar modernisiert, auf Kontinuität bei den wesentlichen Gestaltungsmerkmalen aber geachtet wurde. Natürlich sind die Geschmäcker unterschiedlich, und das Ergebnis wird nie zu 100% allen Lesern gefallen, aber die bisherigen Rückmeldungen – auch die mündlichen anlässlich des Ostarafestes, waren doch zu mindestens 90% positiv, was uns vom Redaktionsteam darin bestätigt, dass sich die ganze Mühe und Aufwand, die wir in die Layout-Umgestaltung gesteckt haben, doch gelohnt haben!


Auch in dieser Ausgabe findet der Leser wieder eine abwechslungsreiche Reihe von Beiträgen mit einem breitgefächerten Themenspektrum. An dieser Stelle für alle Interessierten eine aus dem Heft-Editorial übernommene Übersicht dazu.


Der Jahreskreis bietet uns Heiden viele Gelegenheiten, Feste zu feiern, und Ostara ist sicher eine der fröhlichsten davon. In ihrem Artikel "Ostara – Feste Feiern mit Kindern" erzählt Ines Hardy von solchen Feiern, die sie in den vergangenen Jahren mit und für Kinder und Erwachsene gestaltet hat. Ihr sehr lebendiger und humorvoller Bericht kann dabei vielleicht so manch einem auch als Anregung für eigene Festlichkeiten dienen.

Der Begriff "Brautkauf" ist für uns Heutige mit der Vorstellung verbunden, dass Frauen bei einer Heirat von ihrem Bräutigam quasi als Eigentum oder "bewegliche Habe" erworben werden, und eine so verstandene Praxis wird sicherlich berechtigte Ablehnung oder gar Empörung hervorrufen. Winifred Hodge Rose beschäftigt sich in ihrem Artikel "Der Brautkauf - Gewinn, Geschenk, Hamingja" ausführlich mit den spirituellen Hintergründen dieser Praxis bei den vorchristlichen germanischen Völkern. Dabei wird deutlich, dass es hierbei nicht, wie zu späterer Zeit, lediglich um den Austausch materieller, in Geldwährung zu bemessender Ware ging. Vielmehr waren die Brautgeschenke – Kostbarkeiten und Kleinode ebenso wie Waffen und Haushaltsgegenstände - vom Sippenheil, also von der Hamingja der Schenkenden erfüllt, es ging somit viel eher um die Stärkung von Ehre und Vertrauen zwischen den Brautleuten und ihren Sippen als um materielle Güter.

Der ein oder andere Leser mag noch die vor der letzten Mitgliederversammlung des Eldaring geführte Diskussion im Gedächtnis haben, in der es darum ging, ob Ausdrücke wie "Alte Sitte" oder "Firne Sitte" neben "Asatru" als Bezeichnungen für den Verein verwendet werden können. Wie der Artikel "Die Begriffe Asaglauben und Firne Sitte" zeigt, ist diese "Namensdiskussion" nun keineswegs auf den Eldaring und auch nicht nur auf Deutschland beschränkt, sondern wird derzeit in vielen Ländern und Gruppierungen geführt. Der Autor des Artikels, Gunnar Creutz, ist Sekretär und Vorstandsmitglied der schwedischen "Samfundet Forn Sed Sverige", einer Vereinigung, die wir wohl als "Asatru" bezeichnen würden, diese sich selbst aber - nach längerer Diskussion - seit 2010 eben als "Forn Sed" (Firne Sitte). Der Artikel erläutert diese Begriffe und ihre Hintergründe.

Michael Strmiska, der Autor des Artikel "Odin und der Buddha", ist ein amerikanischer promovierter Religionswissenschaftler, dessen Interessensschwerpunkt seit einem Studienaufenthalt auf Island 1996 beim heutigen germanischen Heidentum liegt. Seine Lehr- und Berufstätigkeit führte zu zahlreichen Auslandsaufenthalten weltweit, unter anderem im Rahmen einer fünfjährigen Lehrtätigkeit an der Universität von Kyushu in Japan, während der er sich intensiv mit der Shinto-Kultur sowie auch der buddhistischen Gedankenwelt auseinandersetzte. Sein Artikel stellt einen sehr persönlich geprägten Zugang zum Thema "Mitgefühl im Asatru" dar. Strmiska sieht eine Parallele zum buddhistischen Konzept des Mitgefühls in der Asatru-Tugend der Gastfreundschaft, die er allerdings sehr viel umfassender definiert, als es in manchen Asatrukreisen üblich ist, so dass er letztlich in ihr "ein Samenkorn für ein mögliches altnordisches Verständnis vom allumfassenden Mitgefühl" zu erkennen vermag.

"Wer einen Artikel in einer Tageszeitung zu lesen vermag, billigt sich automatisch dieselbe Lesekompetenz bei einem mittelalterlichen oder antiken Text zu." konstatiert Kurt Oertel etwas sarkastisch in seinem Artikel: " "Denn es steht geschrieben...." Eine kleine Quellenkunde für Heiden". In dieser auf drei Teile angelegten Artikelserie zeigt er auf, dass man allerdings antike und mittelalterliche Ethnografien nicht wie moderne Sachbücher lesen darf, sondern dass man dafür mindestens über Grundkenntnisse der jeweiligen historischen wie auch literaturwissenschaftlichen Hintergründe dieser Texte verfügen muss, um folgenschwere Missverständnisse und Fehlinterpretationen zu vermeiden. Im hier vorliegenden ersten Teil geht es um Texte aus der Antike, welche die germanischen Völker behandeln, insbesondere um Tacitus' Germania und Caesars De bello Gallico. Der Artikel sei allen an einer seriösen Quellenkunde interessierten Lesern dringend ans Herz gelegt!

In Form von inzwischen langvertrauten Rubriken vervollständigen das Heft Eiras "Geist im Tier", worin es diesmal um den freundlichen und verspielten Otter geht, sowie eine Buchrezension von Kirsten Scholz über "Die Legende von Sigurd und Gudrun", der von Christopher Tolkien posthum aus dem Nachlass seines Vaters J. R. R. Tolkien herausgegebenen und durchaus nicht unumstrittenen dichterischen Adaptation dieser nordischen Sage.
Den Abschluss dieser Ausgabe bildet wieder ein Gedicht, diesmal Hermann Ritters "Gegen das Schweigen". Es kann als Aufruf an uns alle verstanden werden, sich von auch im eigenen Freundeskreis noch vorhandenen Vorurteilen und Berührungsängste gegenüber dem Heidentum nicht länger verunsichern zu lassen und jederzeit aufrecht und mutig zu der eigenen Weltsicht zu stehen.

Das Heft ist wie immer allen Vereinsmitgliedern und Abonnnenten auf dem Postweg zugegangen. Wer das Heft bis jetzt noch *nicht* erhalten haben sollte, wende sich bitte an die Redaktion bzw. den Vereinsvorstand, ggf. muss die Postanschrift noch aktualisiert werden.
Interessierte Nicht-Vereinsmitglieder können das Heft selbstverständlich gerne käuflich erwerben, Kontakt per e-mail wie üblich über [mail]versand.herdfeuer@eldaring.de[/mail]

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Michelson Fjölnir
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RE: Herdfeuer 33

Beitrag von Michelson Fjölnir »

myrrdin schrieb:
was für BlackmetalFanzine liest Du denn? die scheinen ja sehr brav zu sein :P oder meinst du WhiteMetal? *duck und weg*

Myrrdin
whitemetal finde ich auf jeden fall genauso ätzend wie paganmetal.... mit 18 fand ich zweites aber toll und dachte, es gäbe da wesentliche unterschiede. ;)

lynxaett schrieb:
Die "Herdfeuer"-Zeitschrift hat sich [...] zu einem der wichtigsten "Aushängeschild[...]" des Vereins entwickelt [...] Um einer solchen Funktion gerecht zu werden, bedarf es [...] einer gelegentlichen formalen und ästhetischen Modernisierung der Heftgestaltung.

lynxaett
ihr macht einen super job und man kann es ja auch nicht immer allen recht machen. danke für euer engagement!
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Penda
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RE: Herdfeuer 33

Beitrag von Penda »

Ich habe bis jetzt keine Zeit gehabt, die neue Herdfeuer zu lesen, aber ich finde das Cover sehr gut gelungen. Ich finde, die Herdfeuer sieht dadurch irgendwie professioneller aus. :)

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jens
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RE: Herdfeuer 33

Beitrag von jens »

Moin,

also erst mal finde ich es ein klasse Timing, dass die neue Herdfeuer bei mir im Briefkasten lag, als ich Freitag von der Arbeit kam, kurz die Taschen tauschte und zum Ostara-Treffen fuhr. Als Zuglektüre ist das Format allerdings etwas unhandlich.
Auf der Fahrt hat mich dann tatsächlich das Gedicht am Ende am meisten bewegt. Wobei ich in dem Moment meine ganz eigene Deutung hatte. Hab keine Angst vor dem, was da kommt die zwei Tage.

Gruß,
Jens

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