Frage an die Frauen im Forum

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Toni
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Beitrag von Toni » 19.12.2017, 20:39

Wo das Thema hier grade nochmal hoch kommt, ich habe mehr oder wenger durch Zufall festgestellt, dass meine endometriosebedingten Schmerzen deutlich (!) besser wurden, wenn ich ab ca. 1 Woche vor Beginn der Mens Gluten und Kuhmilch meide. Beide enthalten Stoffe, die bestehende Entzündungen verschlimmern können, auch bei Menschen die es ansonsten vertragen. Statt 8 Tabletten Naproxen und trotzdem noch Schmerzen brauch ich jetzt nur noch 2 bis maximal 3 am Tag, und bin damit seit Jahren wieder unter dem Maximum der einnehmbaren *hust*

Soviel zum Thema "finde die Weiblichkeit in dir wieder"... mit meinem Körper ansich hatte ich nie Probleme, die Weiblichkeit hab ich inzwischen abgehakt (hat ja nicht zwangsläufig was miteinander zu tun), trotzdem war es letztendlich jetzt einfach die Ernährung, die den Unterschied gemacht hat. Leider wird einem oft und in verschiedenen Zusammenhängen eingeredet, dass psychische Sachen Ursache der extremen Probleme sind. Das wird sogar gern von Ärzten als Ausrede genutzt, wenn die mit ihrem Latein am Ende sind. Fakt ist, dass Krankheiten wie Endometriose (1 aus 10 Frauen) oder auch Zysten sehr häufig vorkommen und körperliche Ursachen haben. Daher sollte man sowas zunächst beim Arzt abklären lassen, notfalls Spezialisten aufsuchen. Das Schieben der Probleme auf die Psycho-Schiene hat grade bei Endeometriose-Patientinnen in vielen Fällen dazu geführt, dass man sich jahrelang unnötig weiter gequält und auch noch sich selbst schuldig dafür gefühlt hat, denn man hats ja wohl selbst verbockt. Wer sein "Mondblut" nicht feiert, hat ja offenbar Defizite in der Selbstakzeptanz als biologische Frau... :wacko: Übrigens kann Endometriose auch umliegendes Gewebe befallen und zu Organversagen führen. Egal ob man sich als Frau akzeptiert oder nicht. Symptome die darauf hin deuten, sollten unbedingt untersucht und nicht "wegmeditiert" werden!
(vormals Feri, um Verwirrungen bei/nach Things/Blots/Ostaras/usw. zu vermeiden jetzt direkt Toni ^^ )

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irka
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Beitrag von irka » 21.12.2017, 11:52

Bin da voll bei dir Toni, es ist einfach schlimm, wie Endometriose ausgeklammert wird. Und ich bin heilfroh, das nicht zu haben :)

Das mit den Milchprodukten und Gluten... das ist bei mir Schweinefleisch... aber eben immer. :/

irka
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Björn
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Beitrag von Björn » 30.01.2018, 00:22

Moin Moin allerseits,

Bitte nicht übel nehmen das ich hier als Mann meinen "Senf" dazugebe.
Meine Frau ist Brasilianerin und leidet auch sehr unter Mestruationsschmerzen.
Bei ihr kommen auch Miome hinzu, Eisenmangel etc.
Hatte gehofft hier eventuel etwas zu finden was ihr helfen könnte.
Wir gaben inzwischen herausgefunden, das ihr Magnesium sehr gut hilft, sie hat dann fast keine Schmerzen mehr. Leider un Brasilien schwer zu bekommen.
Ein paar Tage vorher anfangen und jeden Tag eun Glas mit Magnesium Brausetablette, schwört sie inzwischen drauf.
Wenn es dann doch mal wieder etwas heftiger werden sollte, Buscupan plus. Hilft ihr aber auch nur nich begrenzt. Musste immer wieder die Dosis erhöhen, bis es fast garnicht mehr wirkte.

Bitte nicht böse sein, ich kann das als Mann natürlich nicht wirklich bachvollziehen wie das ist, aber ich bin ein sehr mitfühlender Mensch und es tut mir immer unsagbar Leid meibe Frau so leiden zu sehen. Unvorstellbar das jeden Monat durchmachen zu müssen. Klingt wirkluch grausam.

Danke für Euer Verständnis.

Hiffe das ihr alle etwas findet, was eure Schmerzen lindert.

Asenheil und Wanensegen.
Möge Eira helfen

Beste Grüße,
Björn

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Annette
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Beitrag von Annette » 01.02.2018, 17:14

Hallo Björn,
Ich finde es gut, dass du als Mann zu diesem Thema schreibst.
Vor allem vor dem Hintergrund, dass in vielen Teilen der Welt Frauen zusätzlich zu ihrem Beschwerden auch noch Ausgrenzung ertragen müssen, da sie in dieser Zeit als „unrein“ gelten. Sie werden dann oft unter unwürdigen Bedingungen isoliert.
Viele Grüße
Annette
Annette

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht

Gevene
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Re:

Beitrag von Gevene » 07.07.2019, 10:49

Toni hat geschrieben:
19.12.2017, 20:39
Wo das Thema hier grade nochmal hoch kommt, ich habe mehr oder wenger durch Zufall festgestellt, dass meine endometriosebedingten Schmerzen deutlich (!) besser wurden, wenn ich ab ca. 1 Woche vor Beginn der Mens Gluten und Kuhmilch meide. Beide enthalten Stoffe, die bestehende Entzündungen verschlimmern können, auch bei Menschen die es ansonsten vertragen.
Ich weiß der thread war lange nicht aktiv, aber ich möchte das bestätigen, was Toni schreibt. Vielleicht hilft es ja jemandem, der gerade selbst verzweifelt auf der Suche ist.
Ich habe auf Kuhmilchprodukte verzichtet, weil es Histamin anreichern kann, was die Schmerzempfindlichkeit erhöht und gleichzeitig habe ich meinen extremen Kaffee-Konsum runtergeschraubt, weil das Magnesium (krampflösend) und Zink (entzündungshemmend) entzieht. Gleichzeitig habe ich A-Z Vitamine und Magnesiumeingenommen. (Ja, war nen bisschen Selbstmedikation, aber meine FA nahm mich leider nicht so ernst.)
Ich hatte das erste Mal seit längerem wieder eine normale Menstruation, die mich nicht ans Bett gefesselt hat oder Erbrechen ließ. Bei mir besteht ein Verdacht auf Endometriose, aber meine FA wollte nichts weiter tun außer mir die Pille oder Schmerzmittel verschreiben. Deshalb warte ich jetzt auf einen Termin bei einer anderen.

Björn, entsprechend kann ich das mit dem Magnesium sehr gut nachvollziehen. War bei mir auch so.
Toni, über Gluten werde ich mich mal informieren. Danke dir!

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