Spirituelle Grundlagen der Depersonalisation?
Verfasst: 05.07.2025, 20:07
Liebe Leute,
fast möchte ich mich entschuldigen, daß wir uns so lange nicht gelesen haben. Ich war wieder für einige Zeit in der Klinik. Wie vielleicht der ein oder andere von euch weiß, gingen wir zu Beginn von einer paranoiden Schizophrenie aus. Bei meinem letzten Aufenthalt wurde dies mit dem relativ seltenen Krankheitsbild "Depersonalisierende Persönlichkeitsstörung" präzisiert. Grundlagen sind das Erleben, als würde man außerhalb seines Körpers stehen oder man fühlt sich wie ein einzelnes als autonom empfundenes Körperteil (bei mir häufig ein Auge, verbunden mit der Angst, den Dreck der Straße in diese Region zu bekommen). Ein drittes, ebenfalls bei mir präsentes Erleben ist das nicht-erkennen von Gegenständen, Gebäuden und Personen. In Extremfällen kann ich nichtmal Buchstaben lesen: Sie erscheinen mir in diesen Zuständen wie unentzifferbare Hieroglyphen. Gerade der Gedanke, daß der Geist vom Körper getrennt werden könnte, ist für mich eine Horrorvorstellung. Ich fürchte mich, nie wieder zurück zum Körper zu finden, ins endlose All aufgesogen zu werden, wo nur Dunkelheit ist und Kälte.
Ich habe jetzt schon tausendfach die psychologische Genese gehört: Ein frühkindliches Ereignis, bei dem etwas so schlimmes passiert, daß der Geist scheinbar versucht, sich aus dem Körper zu flüchten. Da ich aber mich nicht mehr an dieses Ereignis erinnern kann und mir diese Vorstellung ziemlich flach erscheint, würde ich gerne wissen, wie ihr meine Zustände aus spiritueller Sicht beurteilen würdet? Ist es ein Übergehen in eine höhere Ebene? Und wenn ja, warum fürchte ich mich dann so davor?
Jede alternative Sicht würde ich sehr begrüßen. Gerne würde ich durch irgendeine kultische Handlung wieder in einen Normalzustand kommen und nicht kiloweise Tabletten mit mitunter krassen Nebenwirkungen schlucken müssen.
Euer Ylf (alias Heinrich)
fast möchte ich mich entschuldigen, daß wir uns so lange nicht gelesen haben. Ich war wieder für einige Zeit in der Klinik. Wie vielleicht der ein oder andere von euch weiß, gingen wir zu Beginn von einer paranoiden Schizophrenie aus. Bei meinem letzten Aufenthalt wurde dies mit dem relativ seltenen Krankheitsbild "Depersonalisierende Persönlichkeitsstörung" präzisiert. Grundlagen sind das Erleben, als würde man außerhalb seines Körpers stehen oder man fühlt sich wie ein einzelnes als autonom empfundenes Körperteil (bei mir häufig ein Auge, verbunden mit der Angst, den Dreck der Straße in diese Region zu bekommen). Ein drittes, ebenfalls bei mir präsentes Erleben ist das nicht-erkennen von Gegenständen, Gebäuden und Personen. In Extremfällen kann ich nichtmal Buchstaben lesen: Sie erscheinen mir in diesen Zuständen wie unentzifferbare Hieroglyphen. Gerade der Gedanke, daß der Geist vom Körper getrennt werden könnte, ist für mich eine Horrorvorstellung. Ich fürchte mich, nie wieder zurück zum Körper zu finden, ins endlose All aufgesogen zu werden, wo nur Dunkelheit ist und Kälte.
Ich habe jetzt schon tausendfach die psychologische Genese gehört: Ein frühkindliches Ereignis, bei dem etwas so schlimmes passiert, daß der Geist scheinbar versucht, sich aus dem Körper zu flüchten. Da ich aber mich nicht mehr an dieses Ereignis erinnern kann und mir diese Vorstellung ziemlich flach erscheint, würde ich gerne wissen, wie ihr meine Zustände aus spiritueller Sicht beurteilen würdet? Ist es ein Übergehen in eine höhere Ebene? Und wenn ja, warum fürchte ich mich dann so davor?
Jede alternative Sicht würde ich sehr begrüßen. Gerne würde ich durch irgendeine kultische Handlung wieder in einen Normalzustand kommen und nicht kiloweise Tabletten mit mitunter krassen Nebenwirkungen schlucken müssen.
Euer Ylf (alias Heinrich)